19 June 2026, 14:04

Marzahn Pride Week feiert queere Vielfalt trotz rechtsextremer Schatten der Vergangenheit

"Sichtbarkeit ist Widerstand"

Marzahn Pride Week feiert queere Vielfalt trotz rechtsextremer Schatten der Vergangenheit

Marzahn Pride Week endet mit siebter jährlicher Demonstration im Bezirk

Die Marzahn Pride Week geht mit ihrem siebten jährlichen Umzug durch den Bezirk zu Ende. Der Demonstrationszug startet um 12 Uhr auf der Allee der Kosmonauten und wird von Reden der Queer-Beauftragten Vanessa Krah und Gordon Lemm begleitet. Veranstaltet wird die Aktion vom Verein Quarteera e.V., der queere Menschen aus Osteuropa, Zentralasien und dem Kaukasus unterstützt.

Im vergangenen Jahr war die Marzahn Pride mit Drohungen der neonazistischen Gruppe Deutsche Jugend Voran (DJV) konfrontiert. Fast die Hälfte aller Pride-Veranstaltungen in Deutschland erlebte 2023 Angriffe oder Störungen. Auch die Meldestelle für diskriminierende Vorfälle verzeichnete einen Anstieg körperlicher Übergriffe und rechtsextremer Propaganda in Marzahn.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Bisher gab es 2024 keine konkreten Hinweise auf rechtsextreme Mobilisierungen gegen die Veranstaltung. Dennoch warnt Vanessa Krah vor Leichtsinn und verweist auf frühere kurzfristige Bedrohungen. Nach dem Umzug findet ab 14:30 Uhr ein queeres Nachbarschaftsfest mit Konzerten, DJs, Streetfood und weiteren Angeboten statt.

Ziel der Demonstration und des Festes ist es, die lokale queere Community zu feiern und zu stärken. Trotz aktuell fehlender direkter Bedrohungen bleiben die Organisator:innen wachsam. Die Veranstaltung macht auf die anhaltenden Herausforderungen queerer Gruppen in Gebieten mit hohem Migrant:innenanteil und rechtsextremer Aktivität aufmerksam.

Quelle