Moriki-Restaurant in Wiesbaden: Explodierende Kosten stoppen Luxus-Projekt im Parkcafé
Julian HerrmannMoriki-Restaurant in Wiesbaden: Explodierende Kosten stoppen Luxus-Projekt im Parkcafé
Pläne für ein exklusives Moriki-Restaurant im historischen Parkcafé-Gebäude in Wiesbaden wurden aufgegeben. Das von der städtischen Wohnungsbaugesellschaft WiBau getragene Vorhaben scheiterte an explodierenden Kosten, die die ursprünglichen Schätzungen bei Weitem überstiegen. Mittlerweile räumen Verantwortliche ein, dass die Sanierung finanziell nicht mehr tragbar war.
Das Restaurant sollte in der denkmalgeschützten Parkcafé-Immobilie in der Wilhelmstraße 36 eröffnet werden. Die WiBau hatte zunächst ein Budget von 2,7 Millionen Euro für die Renovierung veranschlagt. Doch im Laufe der Planung trieben technische, statische und denkmalschützerische Auflagen die Kosten auf rund 4,4 Millionen Euro in die Höhe.
Christoph Golla, Geschäftsführer der WiBau, erklärte, das Projekt habe anfangs vielversprechend gewirkt. Die steigenden Ausgaben hätten eine Weiterführung jedoch unmöglich gemacht. Die Bauarbeiten wurden inzwischen eingestellt, das Gebäude steht seitdem leer.
Nun prüft die WiBau alternative Gastronomiekonzepte für die Fläche, die deutlich weniger Umbauarbeiten erfordern und damit sowohl Kosten als auch Aufwand reduzieren. Im Fokus stehen Ideen, die mit minimalen strukturellen Veränderungen auskommen.
Das gescheiterte Moriki-Projekt bedeutet einen Rückschlag für den Standort Wilhelmstraße. Die WiBau wird weiterhin Vorschläge prüfen, die den baulichen Gegebenheiten gerecht werden. Eine Entscheidung über das weitere Vorgehen soll fallen, sobald passende Konzepte vorliegen.






