Neersener Festival: Marika Löchte übernimmt nach 40 Jahren Erfolg die Führung
Paul SimonNeersener Festival: Marika Löchte übernimmt nach 40 Jahren Erfolg die Führung
Das Neersener Festival begrüßt Marika Löchte als neue Vorsitzende nach 40 Jahren Publikumserfolg
Das Neersener Festival, ein kulturelles Highlight für Willich und Neersen, steht vor einem Führungswechsel: Nach elf Jahren an der Spitze des Festivalsvereins gibt Sabine Mroch ihr Amt ab. Ihre Nachfolgerin wird Marika Löchte, eine langjährige Besucherin, die das Festival in Zeiten wachsender finanzieller Herausforderungen in eine sichere Zukunft führen will.
Sabine Mroch, die das Festival seit 2013 leitete, verabschiedet sich damit in den Ruhestand und beendet eine Ära für die beliebte Veranstaltung, die seit ihrer Gründung Tradition und Innovation verbindet. Das Programm umfasste stets ein Kinderstück, doch in den letzten Jahren kamen Formate wie Poetry Slams und multimediale Aufführungen hinzu, um neue Zielgruppen anzusprechen.
Marika Löchte, in Krefeld geboren und aufgewachsen, besucht das Festival seit drei Jahrzehnten. Ihre Leidenschaft für die Veranstaltung führte sie dazu, im Spieljahr 2025 als Regieassistentin an zwei Produktionen mitzuwirken. Diese Erfahrung gab ihr tiefe Einblicke in die kollektive Arbeit hinter dem Theater und bestärkte sie in ihrem Entschluss, die Führung zu übernehmen.
Doch das Festival steht vor wirtschaftlichen Herausforderungen: Kürzungen im Haushalt und Debatten über die Kulturförderung belasten die Planung. Trotz dieser Hürden blickt Löchte zuversichtlich in die Zukunft. Ihr Ziel ist es, die Werte des Festivals zu bewahren, gleichzeitig jüngere Familien einzubinden und einen reibungslosen Übergang im Vorstand zu gewährleisten. Der künstlerische Leiter Jan Bodinus, bekannt für sein Gespür für aktuelle Trends, bleibt weiterhin für die kreative Ausrichtung verantwortlich.
Löchtes Vision besteht darin, Tradition und moderne Ansprache in Einklang zu bringen. Sie ist überzeugt, dass der Erhalt des Festivals die Mühe wert ist, und will es durch finanzielle Unsicherheiten steuern. Mit ihrer tiefen Verbundenheit zur Veranstaltung und dem Fokus auf generationenübergreifenden Wandel plant sie, die Finanzierungsfragen zu lösen und das Festival lebendig zu halten. Die Spielzeit 2025 wird zeigen, ob es ihr gelingt, künstlerischen Anspruch und wirtschaftliche Stabilität zu vereinen.






