28 April 2026, 14:19

New York feiert Robert Rauschenbergs revolutionäres Erbe mit Tanz und Kunst

Gemälde einer belebten New Yorker Stadtstraße mit Passanten, Fahrzeugen, einem Gebäude im Hintergrund und Text unten.

New York feiert Robert Rauschenbergs revolutionäres Erbe mit Tanz und Kunst

New York feiert den 100. Geburtstag des Künstlers Robert Rauschenberg mit einer Welle von Ausstellungen und Aufführungen. Die Stadt blickt zurück auf die mutige, experimentierfreudige Ära, in der er gemeinsam mit anderen Avantgarde-Künstlern verlassene Lagerhallen am Wasser zu kreativen Zentren umfunktionierte. Zu den Hommagen zählt eine Produktion der Trisha Brown Dance Company mit dem Titel Tanzen mit Bob – ein Stück, das ursprünglich von Rauschenbergs eigenen Entwürfen und Kooperationen geprägt wurde.

Rauschenbergs Einfluss erstreckte sich über die bildende Kunst hinaus bis hin zu Performance und Tanz. Für ein Stück des Choreografen Merce Cunningham aus dem Jahr 1954 schuf er sein erstes Combine – eine Mischform aus Malerei und Skulptur –, das zum Markenzeichen seines Schaffens wurde. Sein Ansatz war unruhig und praxisorientiert: Oft sammelte er Gegenstände von der Straße auf und überarbeitete Bühnenbilder täglich, um sie frisch und unvorhersehbar zu halten.

Die aktuelle Ausstellung im Guggenheim-Museum zeigt Barge, ein weitläufiges Collage-Werk aus dem Jahr 1963, das aufgrund seiner Größe nicht auf einen Blick erfasst werden kann. Das Stück verkörpert seine Weigerung, eine einzige, feste Perspektive anzubieten. Gleichzeitig präsentiert das Museum of the City of New York seine Fotografien, die er als Rohmaterial für größere Werke nutzte. Diese Bilder – zusammen mit Zeitungsausschnitten, Farbklexen und siebdruckartigen Motiven – wurden zu Schichten in seinen Collagen und lösten die Grenzen zwischen den Medien auf.

Tanzen mit Bob verbindet Rauschenbergs Erbe mit den Künstlern, die er inspirierte. Ursprünglich entwarf er Bühnenbilder und Kostüme und verwebte Ideen mit John Cage, Cunningham und Trisha Brown. Die Neuinszenierung feiert nicht nur seine Kunst, sondern auch den kollaborativen Geist der New Yorker Avantgarde der Mitte des 20. Jahrhunderts, als Lagerhallen zu Ateliers wurden und jede Aufführung wie ein Experiment wirkte.

Kritiker wie Jerry Saltz nannten Rauschenberg den innovativsten Künstler seiner Zeit – einen dionysischen Rebellen, der die Vorstellung davon, was Kunst sein kann, neu definierte. Die Jubiläumsveranstaltungen unterstreichen seinen anhaltenden Einfluss auf das kulturelle Gesicht der Stadt. Von Collagen, die sich einer einzigen Betrachtungsweise entziehen, bis hin zu Aufführungen, die Disziplinen verschwimmen lassen, fordert sein Werk das Publikum noch immer heraus, die Welt mit anderen Augen zu sehen.

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