15 April 2026, 14:10

Oscars 2025: Wie koreanische Tradition und moderner Tanz die Bühne eroberten

Eine Gruppe von Menschen, die einen traditionellen koreanischen Tanz auf einer Bühne mit Scheinwerfern darüber und Pflanzen darunter aufführen, mit einem großen Bildschirm im Hintergrund.

Oscars 2025: Wie koreanische Tradition und moderner Tanz die Bühne eroberten

Eine mitreißende Darbietung aus dem Film KPop: Demon Hunters stand im Mittelpunkt der 98. Academy Awards am 15. März 2025. In einer dreiminütigen und 22 Sekunden dauernden Choreografie verschmolzen traditionelle koreanische Kultur mit modernem Tanz – inszeniert von der US-amerikanischen Choreografin Mandy Moore und der in Korea geborenen Künstlerin Jung Da-eun. Das Stück mit dem Titel Golden zeigte Tänzer in traditionellen Gewändern, die eine von Ritualen inspirierte Performance aufführten.

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Jung Da-eun, Assistenzprofessorin für Tanz an der University of California in Riverside, spielte eine zentrale Rolle bei der Gestaltung des Auftritts. Sie beriet das Team in Fragen der kulturellen Authentizität und stand selbst als eine von drei "uralten Jägerinnen" in traditioneller koreanischer Tracht auf der Bühne. Ihr Werdegang umfasst eine Ausbildung an Koreas Nationaler Gugak-Mittel- und Oberschule, einen Bachelor in Tanz von der Ewha Frauuniversität sowie einen Masterabschluss von der UCLA.

Die Zusammenarbeit entstand über Oolim, eine in Los Angeles ansässige Samulnori-Gruppe, die ebenfalls an der Choreografie mitwirkte. Jung positionierte sich bewusst als zeitgenössische Choreografin und nicht als "traditionelle koreanische Tänzerin", um Vorwürfe kultureller Aneignung zu vermeiden. Das Ergebnis war eine Fusion aus Alt und Neu: Bewegungen mit Wurzeln in der koreanischen Tradition, die für ein globales Publikum neu interpretiert wurden.

Werke wie Jungs Byoul und Norri erkunden bereits seit Langem diese Brücke zwischen östlichem und westlichem Bewegungsstil. Die Oscar-Performance führte diesen Ansatz fort und präsentierte vertraute koreanische Elemente neben modernen Deutungen. Die ritualisierten Bewegungen der Tänzer und ihre zeitgemäße Energie sollten sowohl das Erbe als auch die Weiterentwicklung des Tanzes in den Vordergrund stellen.

Der Auftritt bei den Oscars markierte einen seltenen Moment, in dem traditionelle koreanische Kunst auf das mainstreamige Hollywood traf. Durch Jungs Mitwirkung erhielt die Darbietung kulturelle Tiefe, während die Zusammenarbeit mit Mandy Moore und Oolim sie auf die weltweite Bühne brachte. Die Choreografie gilt nun als prominentes Beispiel dafür, wie Tradition und moderne Kreativität verschmelzen können.

Quelle