Pharma-Backoffices stehen 2026 vor neuen Lieferketten-Herausforderungen
Paul SimonPharma-Backoffices stehen 2026 vor neuen Lieferketten-Herausforderungen
Der Jahresbeginn 2026 bringt neue Herausforderungen für pharmazeutische Backoffices in ganz Deutschland mit sich. Mit fast 550 Medikamenten, die vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) als nicht verfügbar gelistet werden, ist präzise Abstimmung nun unerlässlich. Die Teams müssen Fristen, Lagerbestände und auslaufende Verträge managen – und sich gleichzeitig auf mögliche Preisanpassungen im Laufe des Jahres vorbereiten.
Der Januar ist eine entscheidende Phase, um saisonale Prioritäten zu setzen und Lieferverträge zu überprüfen. Viele im Dezember abgeschlossene Vereinbarungen sehen Lieferungen im ersten Quartal vor, weshalb die Teams nun Lieferpläne und Lagerkapazitäten bestätigen müssen. Gleichzeitig beginnen ab Mitte Februar oder März die Bestellungen für die Grippeimpfstoffe der nächsten Saison – die Bestellformulare für Arztpraxen müssen daher noch in diesem Monat vorbereitet werden.
Eine enge Zusammenarbeit mit den Außendienstteams ist entscheidend, insbesondere wenn es aufgrund von Rohstoffknappheit oder logistischen Verzögerungen zu Rationierungen kommt. Die Backoffices müssen zudem aktualisierte Preiskonditionen und Rückgaberegelungen der Lieferanten für den schnellen Zugriff zusammenstellen. Dies erleichtert Entscheidungen bei der Neuberechnung von Verkaufspreisen oder der Verwaltung verbliebener Bestände zu alten Konditionen.
Proaktive Lagerplanung bleibt der Schlüssel, um die Auswirkungen bevorstehender Preisanpassungen abzufedern. Durch die frühzeitige Prüfung von Lagerbeständen, Preisaktualisierungen und Jahresverträgen können Unternehmen ihre Lieferketten sichern und Störungen in den kommenden Monaten vermeiden.
Die ersten Wochen des Jahres 2026 erfordern volle Konzentration der pharmazeutischen Backoffices. Reibungslose Lieferungen, aktualisierte Preisinformationen und die Vorbereitung der Impfstoffbestellungen werden die Betriebsabläufe für das gesamte Jahr prägen. Ohne sorgfältiges Management könnten Engpässe und Preisschwankungen vermeidbaren Druck auf die Lieferketten ausüben.






