Preisvergleich: Online-Apotheken bis zu 15 Euro günstiger als lokale Apotheken
Philipp HuberPreisvergleich: Online-Apotheken bis zu 15 Euro günstiger als lokale Apotheken
Eine aktuelle Untersuchung von NDR Markt hat die Preise für verschreibungspflichtige Medikamente sowie die Beratungsleistungen von drei verschiedenen Anbietertypen verglichen: stationären Apotheken, Online-Apotheken und Online-Händlern. Die Ergebnisse zeigen deutliche Unterschiede bei den Kosten, der Bequemlichkeit und dem Zugang zu Fachberatung.
Die Studie analysierte drei große Anbieter – DocMorris, Shop Apotheke sowie eine lokale Apotheke in Hamburg – und deckte dabei Abwägungen zwischen Erschwinglichkeit und persönlicher Betreuung auf.
Beim Preisvergleich klaffte eine deutliche Lücke zwischen stationären und Online-Angeboten. Ein Warenkorb mit gängigen Medikamenten, darunter Voltaren Schmerzgel forte, Vomex A-Tabletten und Iberogast Classic, war in der lokalen Elefanten-Apotheke15,18 Euro teurer als bei der Shop Apotheke. Den größten Preisunterschied verzeichnete das Voltaren-Gel, das vor Ort 10,09 Euro mehr kostete, gefolgt von Iberogast (3,06 Euro) und Vomex (2,40 Euro). DocMorris unterbot die Shop Apotheke bei denselben Produkten um lediglich 44 Cent, wobei beide innerhalb von zwei Werktagen lieferten.
Bei der Überprüfung der Beratungsangebote stellte NDR Markt fest, dass sich bei beiden Online-Plattformen eine fachliche Beratung problemlos umgehen ließ. DocMorris war während des Tests für eine Videoberatung nicht erreichbar, während die Shop Apotheke erst nach einer siebenminütigen Wartezeit einen Berater vermittelte. Dennoch gab es Sicherheitsmechanismen, die übermäßige Bestellungen bestimmter Medikamente verhinderten. Stationäre Apotheken hingegen boten sofortige, persönliche Fachberatung – allerdings zu höheren Transaktionskosten aufgrund des zeitlichen Aufwands.
Die Kundenpräferenzen lagen deutlich bei den lokalen Apotheken. Jede zweite befragte Person nannte leicht zugängliche Beratung und ein angenehmes persönliches Erlebnis als Hauptgründe für die Wahl vor Ort statt online. Online-Anbieter profitierten hingegen von geringeren Betriebskosten, was es ihnen ermöglichte, mehrere Kunden gleichzeitig zu bedienen und die Lieferzeiten zu verkürzen.
Die Untersuchung bestätigte, dass Online-Apotheken die günstigsten verschreibungspflichtigen Medikamente anbieten – mit Ersparnissen von bis zu 15,18 Euro im Vergleich zu stationären Apotheken. Dennoch bleiben lokale Apotheken wegen ihres direkten Zugangs zu Fachwissen und der persönlichen Betreuung beliebt. Während Online-Plattformen schnellere, beratungsfreie Käufe ermöglichen, ziehen stationäre Apotheken weiterhin Kunden an, die Wert auf sofortige Unterstützung und individuelle Beratung legen.






