S. Fischer Verlag kehrt 2027 nach Berlin zurück – Frankfurt verliert an Bedeutung
Philipp HuberS. Fischer Verlag kehrt 2027 nach Berlin zurück – Frankfurt verliert an Bedeutung
Frankfurt, lange als „Stadt der Bücher“ bekannt, verliert einen weiteren großen Verlag: Der S. Fischer Verlag verlagert seinen Hauptsitz nach Berlin. Die Verlegung markiert einen tiefgreifenden Wandel für das traditionsreiche Unternehmen, das in beiden Städten tief verwurzelt ist.
Der S. Fischer Verlag wurde 1886 in Berlin gegründet. Nach dem Zweiten Weltkrieg zog er nach Frankfurt um. Nun plant der Verlag, bis zum Sommer 2027 in die deutsche Hauptstadt zurückzukehren.
Mit dem Schritt will das Unternehmen seine wirtschaftliche und programmatische Zukunft sichern. Künftig werden in Berlin die zentralen Bereiche angesiedelt sein – darunter Geschäftsführung, Marketing, Vertrieb sowie die Presse- und Veranstaltungsteams. Frankfurt bleibt jedoch teilweise erhalten: Die Lektorats- und Verwaltungsabteilungen verbleiben am Standort.
Christina Dohmann, die Vorstandsvorsitzende des Verlags, bezeichnete den Umzug als „Heimkehr und Neuanfang“. Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wird die Möglichkeit angeboten, mitzuziehen. Der S. Fischer Verlag gehört zur Georg von Holtzbrinck Verlagsgruppe, zu der auch die Verlage Rowohlt, Kiepenheuer & Witsch und Droemer Knaur zählen.
Der Verlag hat Werke von Literaturgrößen wie Thomas Mann, Franz Kafka und László Krasznahorkai veröffentlicht. Sein Programm umfasst modernistische Klassiker ebenso wie zeitgenössische Autorinnen und Autoren.
Der Umzug wird 2027 vollzogen. Der S. Fischer Verlag wird seine Aktivitäten dann auf Berlin und Frankfurt verteilen. Die Verlegung spiegelt die Strategie des Verlags wider, sich in einer sich wandelnden Branche neu aufzustellen und weiterzuentwickeln.






