Schüler entwickeln App "Impact" gegen Politikverdrossenheit und überzeugen CDU-Abgeordneten
Greta WernerSchüler entwickeln App "Impact" gegen Politikverdrossenheit und überzeugen CDU-Abgeordneten
Eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern der Wigbert-Schule stellte einer zu Besuch weilenden Bundestagsabgeordneten eine neue politische App vor. Die Anwendung mit dem Namen „Impact“ soll die politische Teilhabe auf allen Regierungsebenen erleichtern und die Kluft zwischen Bürgerinnen und Bürgern sowie Politikerinnen und Politikern in der repräsentativen Demokratie überbrücken.
Der CDU-Bundestagsabgeordnete Michael Brand nahm an der Präsentation des Leistungskurses Politik und Wirtschaft der Q2-Phase teil. Die Schülerinnen und Schüler Victoria Hohmann, Atinka Ries und Leon Kolbe warben mit ihrer App für eine Lösung gegen die wachsende Politikverdrossenheit und die sinkende Bindung an Parteien.
Die Anwendung basiert auf dem Prinzip der flüssigen Demokratie und verbindet direkte mit repräsentativen Elementen. Sie bietet Funktionen wie Umfragen, Abstimmungen, Diskussionsforen und Meinungsbilder – ergänzt durch spielerische Ansätze, um die Nutzerbindung zu stärken. Einer der Schüler schlug vor, die App zur Bewerbung lokaler politischer Veranstaltungen einzusetzen und damit breitere gesellschaftliche Gruppen einzubinden – eine Idee, die der Abgeordnete überzeugend fand.
Brand zeigte sich zurückhaltend aufgeschlossen: Er unterstützte einige Aspekte, hinterfragte jedoch andere. Als mögliche Förderquelle nannte er das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ Die Präsentation soll nun an das Bundesministerium für Digitales und Verkehr weitergeleitet werden.
Das Treffen endete mit der Hoffnung, die App könnte politische Unterstützung erhalten. Das Konzept der Schülerinnen und Schüler wird nun von den zuständigen Stellen geprüft. Sein Erfolg hängt davon ab, ob die Finanzierung gesichert werden kann und sich die Wirksamkeit in der Praxis beweist.






