Sozialwohnungen in Deutschland: Wo es Zuwachs gibt – und wo der Bestand dramatisch schrumpft
Paul SimonSozialwohnungen in Deutschland: Wo es Zuwachs gibt – und wo der Bestand dramatisch schrumpft
Deutschlands Sozialwohnungsbestand durchlief 2024 tiefgreifende Veränderungen. In einigen Regionen wurden neue Wohnungen geschaffen, während andere starke Rückgänge verzeichneten. Die Bundesregierung hat Milliarden bis 2029 bereitgestellt, um die Lage zu verbessern.
Bundesweit fielen im vergangenen Jahr 57.621 Wohnungen aus den mietpreisgebundenen Sozialwohnungsprogrammen heraus. Nordrhein-Westfalen verzeichnete mit 18.538 weniger Wohnungen den größten Verlust. Auch Berlin (minus 2.957 Einheiten) und Bayern (minus 2.790 Einheiten) mussten erhebliche Einbußen hinnehmen.
Nicht alle Bundesländer folgten diesem Trend: Baden-Württemberg verzeichnete einen Nettozuwachs von 3.046 Sozialwohnungen, Niedersachsen baute 1.240 neue Einheiten hinzu. Zudem entstanden 4.701 neue Plätze in Studenten- und Auszubildendenwohnheimen.
Ende 2024 gab es bundesweit noch rund 1,05 Millionen Sozialwohnungen. Doch bis Ende 2025 sank die Zahl um weitere 20.000 Einheiten. Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) hat nun 23,5 Milliarden Euro an Bundesmitteln bis 2029 zugesagt, um den sozialen Wohnungsbau zu fördern.
Die aktuellen Zahlen zeigen ein gemischtes Bild: Einige Länder stockten ihren Bestand auf, doch insgesamt schrumpft die Zahl der Sozialwohnungen weiter. Mit den geplanten Fördergeldern will die Regierung diesen Trend in den kommenden Jahren umkehren.






