Streik bei Bonback in Halle Queis: Arbeiter fordern faire Löhne und Gleichbehandlung
Paul SimonStreik bei Bonback in Halle Queis: Arbeiter fordern faire Löhne und Gleichbehandlung
Arbeiter bei Bonback in Star Park Halle Queis streiken heute und morgen für höhere Löhne
Die von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) organisierten Arbeitsniederlegungen richten sich gegen das zum Schwarz-Konzern gehörende Unternehmen, dem die Gewerkschaft "unfair niedrige Löhne" vorwirft. Laut NGG verdienen Beschäftigte in Sachsen-Anhalt derzeit teilweise nur 900 Euro pro Monat.
Das heutige Bonback firmierte ursprünglich unter dem Namen ARTIback, bevor es 2022 von der Schwarz Gruppe übernommen wurde. Zwei Jahre später erfolgte die Umbenennung in den aktuellen Namen. Seitdem sind kaum öffentliche Details über Veränderungen in der Betriebsführung oder im Produktportfolio bekannt geworden.
Die NGG wirft der Schwarz Gruppe vor, eine "Lohnmauer" zwischen Ost- und Westdeutschland aufrechtzuerhalten. In Sachsen-Anhalt liegen die Gehälter demnach deutlich unter denen an anderen Standorten des Unternehmens. Der Gewerkschaftsslogan "Reißt die Lohnmauer nieder!" spiegelt die Wut über die als systematisch benannte Unterbezahlung in den ostdeutschen Bundesländern wider.
Der Streik bei Bonback fällt zusammen mit einem dreitägigen Ausstand bei MEG, einer weiteren Tochter der Schwarz Gruppe. Auch die Beschäftigten des Getränkeherstellers in Weißenfels beteiligen sich an der Kampagne für höhere Löhne. Die NGG macht deutlich, dass sie es nicht länger hinnehmen will, in der Region als "Billiglohn-Belegschaft" behandelt zu werden.
Durch die Aktion der NGG wird die Produktion bei Bonback für zwei Tage komplett ruhen. Im Mittelpunkt der Forderungen steht die Angleichung der Löhne in Sachsen-Anhalt an die anderer Unternehmensstandorte. Bis zum Beginn des Streiks gab es seitens der Schwarz Gruppe keine offizielle Stellungnahme.






