07 April 2026, 14:10

Syrien-Gespräche in Berlin: Merz und al-Scharaa diskutieren Rückkehr von Flüchtlingen

Plakat mit einer Syrienkarte und Daten zu Binnenflüchtlingen aufgrund von Gewalt, begleitet von erklärendem Text und Diagrammen.

Syrien-Gespräche in Berlin: Merz und al-Scharaa diskutieren Rückkehr von Flüchtlingen

Der syrische Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa wird zu einem Staatsbesuch nach Berlin reisen, um sich mit Bundeskanzler Friedrich Merz zu treffen. Die für Montag, den 30. März 2026, geplanten Gespräche werden sich auf die Rückkehr syrischer Flüchtlinge aus Deutschland konzentrieren. Der Besuch fällt mit einem Interview zusammen, in dem der außenpolitische Sprecher der CDU, Jürgen Hardt, seine Erwartungen an die Diskussionen darlegte.

In einem Gespräch mit RBB Inforadio skizzierte Jürgen Hardt die zentralen Punkte, die die deutsche Regierung seiner Ansicht nach mit al-Scharaa ansprechen sollte. Er betonte, dass der Wiederaufbau Syriens alle ethnischen und politischen Gruppen einbeziehen müsse, da keine einzelne Fraktion im Land über eine Mehrheit verfüge. Hardt forderte zudem, dass Syrien friedliche Beziehungen zu seinen Nachbarstaaten aufbauen solle, um die regionale Stabilität zu gewährleisten.

Der CDU-Politiker argumentierte, dass viele syrische Flüchtlinge keinen Anspruch mehr auf Asyl in Deutschland hätten. Als Begründung verwies er auf die verbesserte Lage im syrischen Bürgerkrieg und plädierte dafür, ihren Status neu zu bewerten. Hardt schlug vor, dass Flüchtlinge ohne enge Bindungen oder Zukunftsperspektiven in Deutschland zurückkehren sollten – unterstützt durch direkte finanzielle Hilfen zum Wiederaufbau ihres Lebens.

Gleichzeitig räumte Hardt ein, dass einige syrische Flüchtlinge in Deutschland eine notwendige Rolle spielten. Wer gut integriert sei oder wichtige Positionen besetze, solle bleiben dürfen.

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Das Treffen zwischen al-Scharaa und Merz wird sowohl die Rückkehr der Flüchtlinge als auch die politische Zukunft Syriens thematisieren. Hardts Äußerungen unterstreichen die Notwendigkeit eines inklusiven Wiederaufbaus und gezielter Unterstützung für Rückkehrer. Die Gespräche könnten die deutsche Haltung gegenüber syrischen Flüchtlingen in den kommenden Jahren prägen.

Quelle