Tausende demonstrieren in München beim umstrittenen Marsch für das Leben
Paul SimonTausende demonstrieren in München beim umstrittenen Marsch für das Leben
Tausende Menschen gingen am Samstag in München bei der sechsten jährlichen Marsch für das Leben-Demonstration auf die Straße. Die vom Bundesverband Lebensrecht (BVL) organisierte Veranstaltung zog zahlreiche Teilnehmer an, die sich für eine sogenannte "Kultur des Lebens" einsetzen und sich gegen Abtreibungen aussprechen.
Die Kundgebung, die von mehreren römisch-katholischen Bischöfen unterstützt wurde, lockte je nach Schätzung zwischen 4.500 und 7.000 Menschen an. Während die Polizei von 4.500 Teilnehmern ausging, sprach die Veranstalterseite von bis zu 7.000 Demonstranten. Silja Fichtner, Vorsitzende der Initiative Stimme der Ungeborenen, betonte erneut das Engagement der Bewegung für den Schutz des Lebens "von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod".
Doch auch Widerstand gegen den Marsch war spürbar: Rund 1.500 Gegenprotestierende versammelten sich, um ihre Ablehnung kundzutun. An einer Stelle blockierte eine Gruppe von Demonstranten sogar eine Straße, wodurch der Marsch für etwa 45 Minuten zum Stehen kam.
Der Bundesverband Lebensrecht hat bereits den nächsten Marsch für das Leben angekündigt, der am 19. September sowohl in Berlin als auch in Köln stattfinden soll. Die Münchner Veranstaltung war bereits die sechste in der Stadt. Während die Teilnehmer strengere Regelungen gegen Abtreibungen forderten, machten die Gegenprotestierenden ihren Widerspruch deutlich. Die Debatte um das Thema wird voraussichtlich weitergehen, da für dieses Jahr weitere ähnliche Kundgebungen geplant sind.






