Thüringens Freilichtmuseen starten trotz Spritpreis-Sorgen optimistisch in die Saison
Paul SimonVerhindert der Spritpreis Besuche in Freilichtmuseen? - Thüringens Freilichtmuseen starten trotz Spritpreis-Sorgen optimistisch in die Saison
Thüringens Freilichtmuseen bereiten sich trotz steigender Spritpreise auf eine vielversprechende Saison vor
Trotz der steigenden Kraftstoffkosten rüsten sich Thüringens Freilichtmuseen für eine lebhafte Saison. Mehrere Standorte öffnen Ende März und Anfang April wieder ihre Tore und präsentieren neue Attraktionen und Veranstaltungen. Doch bleibt die Sorge, ob die hohen Benzinpreise Besucher abschrecken könnten.
Den Auftakt macht das Freilichtmuseum Hohenfelden am 28. März, wenn das Hauptgelände wieder Gäste empfängt. Ein neues Besucherzentrum entsteht derzeit und soll bis Ende Mai fertiggestellt sein. Um die Anreise zu erleichtern, wird ab Ostern ein Wochenend-Busshuttle von Erfurt aus eingerichtet.
Zu den Highlights in Hohenfelden zählen der Handwerkertag und das Museumsfest am 12. April sowie der Schäfertag am 1. August. Der erweitere Thüringer Käsemarkt kehrt am 6. September zurück.
Unterdessen öffnen die Thüringer Bauernhäuser in Rudolstadt nach Modernisierungsarbeiten am 1. April wieder ihre Pforten. Zu den Neuerungen gehören ein restauriertes Eingangstor und eine leistungsstarke Kaffeemaschine. Sommerliche Höhepunkte sind das Burgenland-Weinfest (12.–13. Juni), das Open-Air-Kino (17. Juni–17. Juli) sowie die Rudolstädter Sommermusik (20. Juni–20. September).
Die Funkenburg in Westgreußen startet wie gewohnt zu Ostern in die Saison – trotz jüngster finanzieller Herausforderungen. Familien können am 5. April eine Oster-Eiersuche erleben, am Folgetag lädt ein Ostercafé ein. Später folgen eine Völkerwanderungszeit-Nachstellung (16.–17. Mai) und das Funkenburg-Fest (15.–16. August).
Im Kloster Veßra hat das Hennebergische Museum seine Ausstellungen überarbeitet. Eine Sonderausstellung über Frauen in der Landwirtschaft startet am 28. Mai, während in einem ehemaligen Stall nun Bildungsworkshops und Veranstaltungen stattfinden.
Doch die steigenden Spritpreise bereiten den Verantwortlichen Kopfzerbrechen. Seit Beginn des Iran-Konflikts am 29. Februar 2026 sind die Benzinpreise in Deutschland auf über 2 Euro pro Liter geklettert – ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Durchschnitt von 179,4 Cent im Jahr 2024 und den niedrigeren Werten Anfang 2025. Die Museumsleitungen fürchten, dass weniger Gäste mit dem Auto anreisen könnten, sollten die Preise hoch bleiben.
Die Museen haben für die neue Saison ein volles Programm an Veranstaltungen und Verbesserungen geplant. Doch ob die Besucherzahlen unter den steigenden Spritkosten leiden werden, bleibt abzuwarten. Die Organisatoren werden in den kommenden Monaten genau beobachten, wie das Publikum reagiert.






