Warendorfs Stadtrat behält umstrittene Straßennamen bei – trotz Bürgerprotesten
Paul SimonWarendorfs Stadtrat behält umstrittene Straßennamen bei – trotz Bürgerprotesten
Der Stadtrat von Warendorf hat beschlossen, die aktuellen Namen von drei umstrittenen Straßen beizubehalten. Die Entscheidung fiel am Donnerstagabend – trotz der Forderung eines Bürgergremiums nach einer Umbenennung. Ausschlaggebend waren vor allem finanzielle Bedenken und lokale Widerstandshaltung.
Die betroffenen Straßen – Wagenfeldstraße, Agnes-Miegel-Weg und Heinrich-Tenhumberg-Straße – bleiben damit unverändert. Die Mehrheitskoalition im Rat, bestehend aus CDU und Freien Wählergemeinschaft (FWG), argumentierte, dass die Austausch der Straßenschilder rund 5.700 Euro kosten würde. Angesichts der angespannten Haushaltslage der Stadt sei dieser Aufwand nicht zu rechtfertigen, hieß es.
Alternativvorschläge, wie etwa die Anbringung eines Zitats des ortsansässigen Autors Paul Schallück auf den Schildern, wurden ebenfalls abgelehnt. Ratsmitglied André Wenning erklärte, die Fraktion lehne eine Umbenennung ab, da die Mehrheit der Anwohner die Änderung nicht unterstütze.
Reinhold Schoppmann, Vertreter des Bürgerbündnisses, kritisierte die Entscheidung scharf. Er hatte sich für die Umbenennung eingesetzt, wurde jedoch durch die Abstimmung im Rat überstimmt.
Mit dem Beschluss bleiben die Straßennamen vorerst bestehen. Die finanziellen Belastungen und das fehlende breite Einverständnis der Bevölkerung waren die Hauptgründe für die Ablehnung. Aktuell sind keine weiteren Beratungen zu dem Thema geplant.






