Wie ein koreanisches Volkslied BTS' Hit Body to Body fast gesprengt hätte
Philipp HuberWie ein koreanisches Volkslied BTS' Hit Body to Body fast gesprengt hätte
Neue Netflix-Dokumentation enthüllt kreative Konflikte hinter BTS' neuestem Hit Body to Body
Ein neuer Netflix-Film zeigt, wie Meinungsverschiedenheiten über ein traditionelles koreanisches Sample den finalen Song prägten. Die Mitglieder stritten darüber, ob sie die volksmusikalische Melodie beibehalten oder sich für eine gefälligere, radiofreundlichere Version entscheiden sollten.
Im Mittelpunkt des Streits stand Gyeonggi Arirang, ein Volkslied, das RM anfangs ablehnte. Er bezeichnete den frühen Mix als "drei verschiedene Lieder, die wild zusammengemixt wurden", und befürchtete, der Song könnte zu patriotisch wirken. Auch V empfand die Melodie als "zu direkt" für eine Veröffentlichung im Jahr 2026.
J-Hope hingegen setzte sich vehement für das Sample ein. Er war überzeugt, dass internationale Fans es "cool" und frisch finden würden. Seine Hartnäckigkeit siegte – das traditionelle Element blieb im Song erhalten.
Produzent Bang Si-hyuk ging noch einen Schritt weiter und wünschte sich eine verlängerte Version des volkstümlichen Refrains. Unterdessen änderte RM schließlich seine Meinung und nannte den kulturellen Verweis "organisch", nachdem er aufgehört hatte, sich zu sehr über Marketingaspekte Gedanken zu machen. Letztlich entschied sich BTS für die Version mit persönlicher Bedeutung – statt für eine glatt polierte Radiofassung.
Die Dokumentation macht deutlich, dass Body to Body nicht aus einem reibungslosen Prozess, sondern aus kreativer Spannung entstand. Der fertige Track spiegelt J-Hopes Vision und die Entscheidung der Gruppe wider, zu ihren Wurzeln zu stehen. Fans können nun das Ergebnis dieser Debatten auf dem Album hören.






