Wiener Festwochen brechen Besucherrekord mit 196.000 Gästen und polarisierenden Highlights
Julian HerrmannWiener Festwochen brechen Besucherrekord mit 196.000 Gästen und polarisierenden Highlights
Die Wiener Festwochen endeten mit Rekordbesuch: Fast 196.000 Gäste
Mehr als zwei Drittel der Besucher strömten zur Eröffnungsshow auf den Heldenplatz. Das Programm bot eine Mischung aus gefeierten Aufführungen und umstrittenen Produktionen.
Milo Raus Republik der Götter lief fünf Wochen lang als zentrales Werk des Festivals. Der Regisseur bezeichnete das Stück als das „größte Theaterstück aller Zeiten“ und als Uraufführung zum 75. Jubiläum der Festwochen. Unter seiner Leitung sank die Auslastung der Veranstaltungen jedoch von 96 auf 91 Prozent.
Zu den Höhepunkten zählten die Auftritte von Patti Smith sowie Angélica Liddells Seppuku: Die Bestattung Mishimas oder die Lust am Sterben. Auch Florentina Holzingers Pfingstspiel und Thorsten Lensings Tanzende Idioten wurden begeistert aufgenommen. Unvergessen bleiben zudem das Mythen des Alltags des Volkstheaters und Brigitta Muntendorfs Der Tag davor.
Nicht alle Produktionen überzeugten: Susanne Kennedys Parsifal und Nestervals Adaption des Nibelungenstoffs erhielten vernichtende Kritiken. Die interaktive Performance Turn der Gob Squad hingegen begeisterte als Teil des partizipativen Theaterprogramms.
Das Festival löste zudem gesellschaftspolitische Debatten aus – ausgelöst durch die Auftritte der selbsternannten Propheten Peter Thiel und Braco.
Mit fast 196.000 Besuchern verzeichneten die Festwochen einen neuen Rekord. Sie präsentierten eine Mischung aus gefeierten und polarisierenden Werken, deren kulturelle und soziale Wirkung weit über die Bühnen hinausreichte.






