31 March 2026, 16:11

Wirtschaftsexperte Truger warnt vor Preisschock durch Golfkonflikt und fordert radikale Maßnahmen

Plakat mit der Überschrift "Unter dem Inflationsreduktionsgesetz von Präsident Biden" mit zwei Abschnitten: oben die Auswirkungen in fetter schwarzer Schrift auf weißem Hintergrund und unten die visuellen Darstellungen in Blau und Grün.

Wirtschaftsexperte Truger warnt vor Preisschock durch Golfkonflikt und fordert radikale Maßnahmen

Deutschlands führender Wirtschaftsexperte Achim Truger warnt vor einem drohenden Preisschock durch den Golfkonflikt. Er fordert nun eine entschlossene makroökonomische Gegensteuerung, um eine tiefere globale Krise zu verhindern.

Trugers Vorschläge umfassen die Aussetzung strenger Schuldenregeln sowie gezielte Hilfsmaßnahmen, um die finanzielle Belastung von Haushalten und Unternehmen abzufedern. Er plädiert dafür, die Notfallklausel der Schuldenbremse zu aktivieren, um zeitlich befristete Stabilisierungsmaßnahmen zu finanzieren. Zudem schlägt er vor, die Preisbremse für Gas, Öl und Strom wieder einzuführen, um übermäßige Kostensteigerungen zu verhindern.

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Um unnötige Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank (EZB) zu vermeiden, regt Truger ein umfassendes Wirtschaftspaket an. Dieses soll eine gemeinsame Aktion von Regierung und Sozialpartnern beinhalten, um die Inflation einzudämmen, bevor sie außer Kontrolle gerät. Ein zentraler Bestandteil seines Plans ist ein steuerfreier Inflationsausgleichsbonus, der einmalige Zahlungen an Arbeitnehmer fördern soll.

Da nicht alle EU-Staaten über ausreichende finanzielle Spielräume verfügen, um allein zu handeln, mahnt Truger Unterstützung für schwächere Mitgliedsländer an. Während der Corona-Pandemie hatte die EU bereits Hilfen über Programme wie SURE (Kurzarbeitergeld-Finanzierung) und NextGenerationEU, einen 750-Milliarden-Euro-Aufbaufonds, bereitgestellt. Ähnliche Mechanismen könnten Truger zufolge nun helfen, die Krisenbewältigung in besonders betroffenen Ländern zu erleichtern.

Trugers Warnungen unterstreichen die Gefahr einer neuen Wirtschaftskrise, sollten die Preise weiter steigen. Seine Vorschläge zielen auf kurzfristige Entlastung und koordiniertes EU-Handeln, um langfristige Schäden abzuwenden.

Falls umgesetzt, würden die Maßnahmen eine Kehrtwende in der Finanzpolitik bedeuten, um die unmittelbaren Folgen steigender Energiepreise und Inflation zu bekämpfen.

Quelle