ZDK fordert digitale Klimadatenbank statt Papieraushänge für Autokäufer
Greta WernerZDK fordert digitale Klimadatenbank statt Papieraushänge für Autokäufer
Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) setzt sich für eine grundlegende Reform des Zugangs zu Fahrzeuginformationen für Autokäufer ein. Statt der bisherigen Papieraushänge in Autohäusern fordert der Verband eine digitale "Klimadatenbank", über die Kunden Modelle vergleichen und Daten mit ihren eigenen Fahrgewohnheiten abgleichen können. ZDK-Präsident Burkhard Weller hat die Europäische Kommission aufgefordert, das aktuelle System zugunsten einer vollständigen Digitalisierung abzuschaffen.
Die geplante Datenbank soll die bisherigen Papieretiketten in den Ausstellungsräumen ersetzen. Die Hersteller würden das System pflegen und sicherstellen, dass alle Angaben zu Kraftstoffverbrauch, Emissionen und anderen fahrzeugspezifischen Daten stets aktuell sind. Händler würden QR-Codes ausstellen, die direkt zur Datenbank verlinken, während für Kunden ohne Smartphone Terminals zur Verfügung stünden.
Der ZDK argumentiert, dass eine zentrale Datenverwaltung die Genauigkeit erhöhen und Schlupflöcher schließen würde, die bisher von Verbraucherschutzorganisationen ausgenutzt wurden. Das System könnte auf einer bereits bestehenden Struktur der DAT aufbauen, die vom Verband der Automobilindustrie (VDA) und dem Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) genutzt wird.
Weller bezeichnete den Wandel als "Bürokratieabbau in der Praxis" und betonte, dass davon Käufer, Händler und die Umwelt profitieren würden. Die Europäische Kommission würde die Transparenz überwachen und sicherstellen, dass die Informationen in allen Märkten zuverlässig und einheitlich bleiben.
Falls das neue System eingeführt wird, entfielen die Papieretiketten, und der Zugang zu Fahrzeugdaten würde vereinfacht. Kunden könnten Modelle leichter vergleichen, während Händler und Hersteller auf eine einzige, zentrale Quelle zurückgreifen könnten. Die Europäische Kommission hat sich bisher noch nicht zu dem Vorschlag des ZDK geäußert.






