Berlin verschärft Schulgesetz: Strengere Anwesenheitspflicht und digitale Kontrolle
Paul SimonBerlin verschärft Schulgesetz: Strengere Anwesenheitspflicht und digitale Kontrolle
Berlins Schulen stehen vor tiefgreifenden Veränderungen, nachdem der Senat einen Entwurf zur Novellierung des Schulgesetzes gebilligt hat. Das neue Gesetz führt strengere Anwesenheitspflichten, digitale Dokumentation und häufigere Leistungsüberprüfungen ein, um die Bildungsstandards zu heben.
Die überarbeitete Regelung zielt insbesondere darauf ab, unentschuldigtes Fehlen und mögliche Kindeswohlgefährdungen zu verringern. Schüler:innen, die häufig dem Unterricht fernbleiben, fragwürdige Krankschreibungen vorlegen oder deren Eltern nicht erreichbar sind, können künftig zur Überprüfung an einen Amtsarzt überwiesen werden. Die Behörden betonen jedoch, dass die Maßnahme nicht gegen chronisch kranke Kinder gerichtet ist.
Im Rahmen der Reform führen die Schulen digitale Klassenbücher, Zeugnisse und Schülerausweise ein. Standardisierte Tests und Vergleichsdaten sollen fortan genutzt werden, um Lernfortschritte genauer zu erfassen. Damit sollen Förderbedarfe früher erkannt und Lehrmethoden wirksamer bewertet werden.
Das Gesetz enthält zudem neue Bestimmungen zu Übergängen an weiterführende Schulen sowie zum verantwortungsvollen Einsatz von künstlicher Intelligenz im Bildungsbereich. Die Verantwortlichen versprechen sich von den Änderungen eine Modernisierung des Schulsystems und eine bessere Vorbereitung auf zukünftige Herausforderungen.
Die Novelle markiert einen wichtigen Schritt für Berlins Bildungssystem: Schulen werden künftig die Anwesenheit strenger kontrollieren und Leistungen präziser bewerten. Die Reformen sollen in Kraft treten, sobald das Gesetz endgültig verabschiedet ist.






