22 April 2026, 04:06

CDU/CSU zerrissen: Spahns Koalitionskritik löst Machtkampf über Deutschlands Zukunft aus

Ein detaillierter alter Stadtplan von Weimar, Deutschland, der Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten zeigt, mit begleitendem Text über die Bevölkerung und Merkmale der Stadt.

CDU/CSU zerrissen: Spahns Koalitionskritik löst Machtkampf über Deutschlands Zukunft aus

In der CDU/CSU ist es nach scharfer Kritik von Jens Spahn an der aktuellen schwarz-roten Koalition in einer Talkshow zu einem heftigen Schlagabtausch gekommen. Seine Äußerungen zogen umgehend eine scharfe Reaktion von Friedrich Merz' Stellvertreter Andreas Radtke nach sich, der die Bemerkungen als "katastrophal" bezeichnete. Der Streit offenbart die wachsenden Spannungen über den Kurs der Partei und die drängenden Herausforderungen Deutschlands.

In der Sendung Caren Miosga warf Spahn der Koalition vor, sie betreibe lediglich "Niedergangsverwaltung", statt sich den eigentlichen Problemen zu stellen. Er räumte ein, die Union habe zentrale Wahlversprechen nicht eingelöst, was die Frustration der Wähler weiter schüre.

Andreas Radtke entgegnete, die schlechten Umfragewerte von CDU und CSU lägen nicht allein an der Migrations- oder Sozialpolitik. Die Menschen verlangten klare Führung und praktische Lösungen statt bloßer Rhetorik, betonte er. Zudem wies er den Vorstoß von CSU-Chef Markus Söder, das Kündigungsschutzrecht zu reformieren, als Ablenkung von dringenderen Themen zurück.

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Laut Radtke diene das Thema Migration lediglich als Sündenbock für eine tiefere Unzufriedenheit in Deutschland. Er warnte, die AfD gewinne an Zuspruch, indem sie ein Krisengefühl schüre, statt echte Antworten zu liefern. Für die Wirtschaft seien vielmehr die Energiekosten, die Sicherheit der Lieferketten, der Fachkräftemangel und der Bürokratieabbau die entscheidenden Prioritäten, so Radtke.

Spahn hatte zuvor angedeutet, eine Verschärfung der Migrationspolitik und eine Reform des Bürgergelds würden die AfD automatisch schwächen. Radtke wies dies als zu kurz gegriffen zurück und argumentierte, die Probleme der Union gingen weit tiefer.

Der Konflikt legt die inneren Gräben in der Union offen, wie das Vertrauen der Wähler zurückgewonnen werden kann. Radtkes scharfe Kritik an Spahns Aussagen unterstreicht die grundsätzliche Debatte über Strategie und Prioritäten. Angesichts der wachsenden Unterstützung für die AfD, die von der öffentlichen Unzufriedenheit profitiert, steht die CDU/CSU nun unter Druck, eine geschlossene und überzeugende Alternative zu präsentieren.

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