Cyberangriffe in Deutschland steigen 2020 um fast 8 Prozent – Homeoffice als Risikofaktor
Philipp HuberCyberangriffe in Deutschland steigen 2020 um fast 8 Prozent – Homeoffice als Risikofaktor
Cyberangriffe in Deutschland stiegen 2020 um 7,9 Prozent – 108.474 Vorfälle registriert
Laut Bundeskriminalamt (BKA) nahm die Zahl der Cyberangriffe in Deutschland im Jahr 2020 um 7,9 Prozent zu – auf insgesamt 108.474 gemeldete Fälle. Als Hauptgrund gilt der rasante Umstieg auf Homeoffice während der COVID-19-Pandemie. Besonders Unternehmen, die kritische Infrastrukturen betreiben, sehen sich zunehmend mit digitalen Bedrohungen konfrontiert.
Wie das BKA berichtet, beginnen 70 Prozent der Angriffe im Netz – oft über gefälschte Webseiten, infizierte E-Mails oder manipulierte Grafiken. Schadsoftware dringt dabei häufig unbemerkt in Systeme ein und löst erhebliche Störungen aus. Zu den bevorzugten Zielen zählen mittlerweile auch Lebensmittelhändler wie Tegut.
Tegut schwer getroffen: Manuelle Lagerverwaltung nach Cyberangriff Die IT-Systeme des Unternehmens wurden so massiv angegriffen, dass die automatisierte Lagerverwaltung und die E-Mail-Server abgeschaltet werden mussten. Ohne digitale Erfassung griffen Mitarbeiter auf manuelle Bestandsprüfungen zurück – mit Folgen: Lieferverzögerungen und leere Regale waren die Folge. Der Vorfall offenbarten Schwachstellen in Lieferketten und im täglichen Betriebsablauf.
Unternehmen rüsten sich mit neuen Sicherheitslösungen Um sich gegen solche Bedrohungen zu wappnen, setzen Firmen auf verstärkte Abwehrmaßnahmen. Die Browser-in-the-Box-Lösung von Rohde & Schwarz kapselt etwa die Browser-Aktivitäten ab und minimiert so das Risiko durch schädliche Inhalte. Gemeinsam mit Microsoft hat Rohde & Schwarz Cybersecurity zudem eine Cloud-Sicherheitslösung entwickelt, die Nutzerdaten separat von der Cloud verschlüsselt. Für Mitarbeiter im Homeoffice bieten Tools wie der R&S Trusted VPN Client sicheren Zugriff über verschiedene Netze hinweg.
Digitaler Schutz wird zur Pflicht – sonst drohen weitere Ausfälle Angesichts der wachsenden Angriffszahlen sind Unternehmen gezwungen, ihre digitale Sicherheit grundlegend zu überdenken. Lösungen wie verschlüsselte Cloud-Speicher und sichere VPN-Verbindungen sollen künftige Attacken abwehren. Ohne wirksamere Schutzmechanismen bleiben jedoch kritische Dienstleistungen – von der Lebensmittelversorgung bis hin zur Infrastruktur – anfällig für weitere Störungen.






