Aumovio setzt auf AWS für die Entwicklung autonomer Lkw bis 2027
Aumovio setzt auf AWS für die Entwicklung autonomer Lkw bis 2027
Automobilhersteller setzen zunehmend auf große Cloud-Anbieter wie AWS, um die Entwicklung autonomer Fahrzeuge zu beschleunigen. Der Wechsel von BMW zu AWS im Jahr 2023 unterstrich diesen Trend – Unternehmen benötigen flexible, hochleistungsfähige Rechenkapazitäten für groß angelegte Tests. Nun hat auch Aumovio, ein Frankfurter Spin-off der Continental Group, AWS gewählt, um seine eigene Technologie für autonomes Fahren voranzutreiben.
Aumovio wurde im September 2025 als Ausgründung der Continental Group gegründet. Das in Frankfurt ansässige Unternehmen konzentriert sich auf Lösungen für autonome Mobilität, wobei seine Aurora-Lkw ab 2027 in Serie gehen sollen. Die Fahrzeuge verfügen über einen Backup-Computer, der im Falle eines Ausfalls des Hauptsystems die Steuerung übernimmt und so durch Redundanz für Sicherheit sorgt.
Cloud-Computing ist mittlerweile unverzichtbar für die Entwicklung selbstfahrender Autos. Millionen von Tests gehören heute zum Standard – der entscheidende Vorteil liegt jedoch darin, wie schnell Teams Eingabeparameter anpassen, Simulationen erneut durchführen und Ergebnisse auswerten können, ohne die Infrastruktur neu aufbauen zu müssen. AWS bietet die notwendige Echtzeit-Verarbeitung und hohe Datendurchsatzraten, die für diese wiederholten, groß angelegten Tests erforderlich sind.
Aumovios Aurora Driver hat bereits über 10.000 technische Anforderungen erfüllt. Das System wurde auf AWS in 4,5 Millionen Tests geprüft, um seine Leistung in unzähligen Szenarien zu validieren, bevor es auf die Straße kommt. Ismail Dagli, Vorstandsmitglied von Aumovio und Leiter des Bereichs autonome Mobilität, bezeichnete die Partnerschaft mit AWS als zentralen Baustein der Strategie, um im Bereich autonomer Transportlösungen führend zu sein.
Das Unternehmen plant zudem, generative und agentenbasierte KI in seine Arbeitsabläufe zu integrieren. Diese Tools sollen Aufgaben wie das Design von Simulationen, Softwaretests und Datenanalysen beschleunigen und so die Entwicklungszeit weiter verkürzen.
Aumovios Abhängigkeit von AWS spiegelt einen branchenweiten Wandel wider: Immer mehr Unternehmen setzen auf cloudbasierte KI-Entwicklung für autonome Systeme. Mit der geplanten Serienproduktion der Aurora-Lkw ab 2027 nutzt das Unternehmen Cloud-Infrastrukturen, um enorme Datenmengen zu bewältigen, Simulationen durchzuführen und durch wiederholte Tests die Sicherheit zu gewährleisten. Der Schritt zeigt, wie zentral Cloud-Plattformen mittlerweile für die Markteinführung autonomer Fahrzeuge sind.
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