Hessens Handwerk kämpft 2026 mit schwacher Nachfrage und hohen Kosten
Hessische Handwerksbetriebe erwarten bis 2026 kein reales Wachstum - Hessens Handwerk kämpft 2026 mit schwacher Nachfrage und hohen Kosten
Hessens Handwerk steht vor einem weiteren schwierigen Jahr, da die Betriebe mit steigenden Kosten und schwacher Nachfrage kämpfen. 2025 meldete jedes dritte Unternehmen rückläufige Aufträge, während mehr als die Hälfte mit höheren Beschaffungskosten konfrontiert war. Trotz dieser Herausforderungen blieb die Zahl der eingetragenen Handwerksbetriebe mit 78.532 stabil.
Die Prognose für 2026 fällt verhalten aus: Der Umsatz soll lediglich um ein Prozent steigen – kaum genug, um die Inflation auszugleichen. Dies folgt auf ein Jahr, in dem viele Betriebe mit gestiegenen Lohn-, Energie- und Materialkosten zu kämpfen hatten.
Auch die Ausbildungszahlen spiegeln die anhaltenden Probleme wider. 2025 wurden 9.935 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen, was weiterhin unter den Zahlen vor der Pandemie liegt. Alexander Repp, Vizepräsident des Hessischen Handwerkstags, warnte, dass ein Mangel an Bewerbern die Zukunft der Branche gefährde. Stefan Füll, Präsident des Verbandes, forderte mehr öffentliche Unterstützung. Er appellierte an die Politik, verlässliche Fördermittel und Investitionen bereitzustellen, um den Sektor zu stabilisieren.
Angesichts bescheidener Wachstumsprognosen und anhaltendem Kostendruck bereiten sich Hessens Handwerksbetriebe auf ein weiteres hartes Jahr vor. Die Stabilität der Branche hängt davon ab, den Fachkräftemangel zu bekämpfen und bessere finanzielle Rahmenbedingungen zu schaffen. Vorerst bleibt die Wirtschaftslage für die Unternehmen herausfordernd.
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