Bad Arolsen schließt Notaufnahme und Intensivstationen bis 2026
Intensivmedizinische Betreuung im Bad Arolser Krankenhaus wird eingestellt - Bad Arolsen schließt Notaufnahme und Intensivstationen bis 2026
Krankenhaus Bad Arolsen schließt Notaufnahme und Intensivstationen bis März 2026
Die Notfall- und Intensivmedizin im Krankenhaus Bad Arolsen wird bis Ende März 2026 geschlossen. Die Entscheidung ist Teil eines umfassenden Umstrukturierungsplans des Trägers Gesundheit Nordhessen, der die medizinische Versorgung in der Region neu ausrichten soll. Als Hauptgründe für die Schließung nennen die Verantwortlichen sinkende Patientenzahlen und Personalmangel.
Hintergrund der Maßnahme ist die bundesweite Krankenhausreform, die eine Zentralisierung der medizinischen Versorgung und höhere Behandlungsstandards zum Ziel hat. Künftig sollen weniger, aber besser ausgestattete Einrichtungen die Notfall- und Intensivversorgung übernehmen. Gesundheit Nordhessen hat eng mit dem Land Hessen zusammengearbeitet, um den Übergang zu koordinieren.
Für die Bewohner des Landkreises Waldeck-Frankenberg bedeutet die Schließung längere Anfahrtswege bei medizinischen Notfällen. Rettungswagen werden Patienten nicht mehr nach Bad Arolsen bringen, sondern in weiter entfernte Krankenhäuser in der Nähe transportieren. Die Linke in Hessen kritisiert den Beschluss scharf: Verlängerte Fahrzeiten könnten in ländlichen Gebieten lebensbedrohlich sein.
Das Krankenhaus Bad Arolsen wird jedoch nicht komplett geschlossen. Stattdessen soll der Bereich der Altenmedizin ausgebaut werden, mit einem Schwerpunkt auf Neurogeriatrie. Diese Neuausrichtung spiegelt einen bundesweiten Trend wider – weg von der allgemeinen Notfallversorgung, hin zu spezialisierter Behandlung.
Die Schließung der Notaufnahme und Intensivstationen in Bad Arolsen wird bis Anfang 2026 vollständig umgesetzt. Patienten mit dringendem Behandlungsbedarf müssen dann weitere Wege in Kauf nehmen, während das Krankenhaus seine Kapazitäten für die geriatrische Versorgung nutzt. Die Änderungen entsprechen zwar den nationalen Bestrebungen, die Gesundheitsversorgung effizienter zu gestalten, werfen aber Fragen nach der medizinischen Erreichbarkeit in dünn besiedelten Regionen auf.
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