Darmstadt lockert Wahlplakat-Regeln – Gießen und Kassel bleiben streng
Darmstadt erleichtert die Aufstellung von Wahlplakaten - Darmstadt lockert Wahlplakat-Regeln – Gießen und Kassel bleiben streng
Darmstadt erleichtert Aufstellung von Wahlplakaten
Darmstadt lockert Regeln für Wahlplakate
Darmstadt, 15. Dezember 2025
Darmstadt hat vor den Kommunalwahlen im März 2026 die Vorschriften für Wahlplakate gelockert. Politische Gruppen und Kandidaten benötigen künftig keine Genehmigung mehr, um Wahlwerbung außerhalb von Ortschaften anzubringen. Die Neuregelung steht im Kontrast zu strengeren Bestimmungen in Nachbarstädten wie Gießen und Kassel.
Nach den neuen Richtlinien dürfen Plakate ab dem 15. Januar 2026 aufgehängt werden, sofern sie den Vorgaben der Stadtverwaltung entsprechen. Darmstadt verzichtet damit auf das bisher erforderliche Vorabverfahren – eine Erleichterung für Parteien, Wählergruppen und unabhängige Bewerber.
In anderen Teilen Südhessens bleibt die Handhabung dagegen restriktiver. In Gießen müssen Plakate außerhalb von Besiedelungsgebieten von der Unteren Naturschutzbehörde genehmigt werden und spätestens sieben Tage nach der Wahl wieder entfernt sein. Kassel setzt ähnliche Regeln durch: Wahlwerbung ist bei der Kreisverwaltung anzumelden und muss innerhalb von fünf Werktagen nach dem Urnengang verschwinden. Beide Städte erlauben die Nutzung bestehender Masten oder Laternenpfähle, sofern keine Beschädigungen entstehen.
Bereits das deutsche Straßenverkehrsgesetz schränkt Werbung außerhalb von Ortschaften ein, wenn sie Autofahrer ablenken oder behindern könnte. Während Darmstadt hier nun großzügiger verfährt, halten benachbarte Kommunen an strengeren Auflagen fest.
Die Änderungen in Darmstadt bedeuten für Kandidaten schnellere und unkompliziertere Plakatkampagnen. In Gießen und Kassel müssen Organisatoren weiterhin strengere Vorgaben beachten – von Genehmigungspflichten bis zu Abbaufristen. Die unterschiedlichen Regelungen spiegeln die vielfältigen lokalen Ansätze zur Wahlwerbung wider.
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