Datenzentren in Frankfurt treiben Wirtschaft an – doch der Erfolg hat seinen Preis
Datenzentren in Frankfurt treiben Wirtschaft an – doch der Erfolg hat seinen Preis
Eine Studie im Auftrag des eco-Verbands zeigt die hohe Wertschöpfung der Rechenzentrumsbranche in der Rhein-Main-Region. Doch der Aufschwung bringt auch klare Nachteile mit sich.
Die Rechenzentrumsbranche in der Rhein-Main-Region hat ein rasantes Wachstum erlebt und ihr Bruttoinlandsprodukt (BIP) innerhalb von nur fünf Jahren verdoppelt. Während die Gesamtwirtschaft im selben Zeitraum um etwa 16 Prozent wuchs, steht der Sektor nun vor entscheidenden Herausforderungen – von explodierenden Energiebedarfen bis hin zu regulatorischen Hürden. Ohne gezielte Maßnahmen könnten Unternehmen ihre Aktivitäten in wettbewerbsfähigere europäische Standorte wie Skandinavien verlagern.
Allein im Jahr 2023 steuerte die Branche 405 Millionen Euro an Steuereinnahmen bei, wobei 117 Millionen Euro auf Zulieferer entfielen. Die Kommunen vor Ort behielten dabei zehn Prozent dieser Summe. Jeder Euro, den die Rechenzentren erwirtschaften, löst zudem zusätzliche 51 Cent an wirtschaftlicher Aktivität aus – 24 Cent davon verbleiben in der Region.
Um seine Position als digitale Vorreiterregion zu halten, muss die Rhein-Main-Region bezahlbaren Strom sichern, Genehmigungsverfahren beschleunigen und die Planbarkeit von Prozessen verbessern. Unterbleiben diese Schritte, droht die Abwanderung von Unternehmen – mit negativen Folgen für die lokale Wirtschaft und die europäische Wettbewerbsfähigkeit der Region.
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