Entscheidung im Wettbewerb zur Renovierung des 'Alten Postamts' in der Bismarckstraße
Entscheidung im Wettbewerb zur Renovierung des 'Alten Postamts' in der Bismarckstraße
Wettbewerb für die Sanierung des „Alten Postamts“ in der Bismarckstraße entschieden
Offenbachs historisches „Alte Postamt“ in der Bismarckstraße wird bald ein modernes Studentenwohnheim. Das Land Hessen hatte das lange leer stehende Gebäude 2023 erworben und nun einen Siegerentwurf für dessen Umgestaltung ausgewählt. Das Frankfurter Büro Scharnberger Architekten und Ingenieure setzte sich mit einem Konzept durch, das Neubau und denkmalpflegerische Elemente des Bestandsgebäudes verbindet.
Das „Alte Postamt“ in der Bismarckstraße wurde 1925 für Offenbachs blühende Industrie errichtet und diente jahrzehntelang als Umschlagplatz für Paketsendungen, bevor es Anfang der 1980er-Jahre seine Funktion verlor. Nach Jahren des Leerstands kaufte das Land die Immobilie im vergangenen Jahr, um sie in studentischen Wohnraum umzuwandeln.
Der prämierte Entwurf sieht einen fünfgeschossigen Anbau vor, der sich harmonisch in die geschützte Bausubstanz einfügt. Insgesamt entstehen 231 Wohnplätze in Drei- bis Vier-Zimmer-Wohngemeinschaften sowie Einzelappartements. Gemeinschaftsflächen und Parkmöglichkeiten ergänzen das Angebot für die künftigen Bewohner:innen. Es handelt sich um das erste Studentenwohnheim in Offenbach, das vom Studierendenwerk Frankfurt am Main betrieben wird. Die Einrichtung versorgt bereits über 70.000 Studierende in der Region mit Wohnheimplätzen, Mensen und BAföG-Beratung. Die Lage besticht durch eine hervorragende Anbindung an den ÖPNV und die Nähe zum geplanten Neubau der Hochschule für Gestaltung Offenbach.
Zwei weitere Büros belegten gemeinsam den zweiten Platz: raumwerk Gesellschaft für Architektur und Stadtplanung mbH (Frankfurt am Main) und ACMS Architektur-Contor Müller Schlüter (Wuppertal). Ihre Entwürfe wurden zwar gewürdigt, letztlich aber nicht zur Umsetzung ausgewählt.
Das Projekt schafft rund 250 Wohneinheiten und entlastet damit den angespannten Wohnungsmarkt für Studierende in der Region. Bei der Sanierung wird der Charakter des Gebäudes aus den 1920er-Jahren bewahrt, während moderne Standards integriert werden. Nach Fertigstellung wird der Standort Offenbachs industrielle Vergangenheit mit seiner wachsenden Rolle als Bildungs- und Designstandort verbinden.
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