Hessen erwägt lokale Rohstoffgewinnung für den Bau
Wirtschaft und Umweltaktivisten fördern lokale Ressourcen - Hessen erwägt lokale Rohstoffgewinnung für den Bau
Regionale Rohstoffgewinnung für die Bauindustrie gewinnt in Hessen an Bedeutung Während Umweltschützer gegen die Ausweitung von Kiesgruben protestieren, setzen sich sowohl Vertreter der Industrie als auch Naturschützer für einen verstärkten Abbau heimischer Rohstoffe ein – um die Versorgungssicherheit zu stärken und die Kosten zu senken. Aktuell stammen nur 13 Prozent der Gesteinskörnungen aus recycelten Materialien, was die Notwendigkeit des Rohstoffabbaus unterstreicht. Mark Harthun vom NABU Hessen befürwortet die lokale Gewinnung, da sie Transportemissionen verringere und sogar seltenen Arten zugutekommen könne. Doch das Thema ist umstritten: Gegen die Erweiterung von Kiesgruben – etwa im Langener Stadtwald – gibt es Proteste, und die Meinungen von Anwohnern, Kommunen und Unternehmern gehen auseinander. Philipp Rosenberg vom Industrieverband Steine und Erden verurteilt Drohungen gegen Beschäftigte der Branche. Wirtschafts- und Umweltverbände fordern gemeinsam einen Vorrang für den heimischen Abbau mineralischer Rohstoffe in Hessen – mit dem Argument, dies verbessere die Versorgungssicherheit und senke die Baukosten. Die Debatte um den regionalen Rohstoffabbau in Hessen bleibt komplex: Umweltbelange und wirtschaftliche Interessen müssen in Einklang gebracht werden. Gefragt sind Lösungen, die eine nachhaltige Ressourcennutzung mit gesellschaftlicher Akzeptanz verbinden.
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