Hessen schafft Schonzeit für Waschbären ab – ökologische Notbremse gezogen
Verbot des Bärwaschens wird bald aufgehoben - Hessen schafft Schonzeit für Waschbären ab – ökologische Notbremse gezogen
Die hessische Landesregierung hat Änderungen des Jagdrechts angekündigt, um die Population von Waschbären einzudämmen. Unter Führung von Ministerpräsident Boris Rhein wird die geschützte Schonzeit für die Tiere in Hessen aufgehoben; die neuen Bestimmungen treten schrittweise in Kraft. Der Schritt folgt auf Bedenken wegen ökologischer Schäden und Infrastrukturprobleme, die durch die Art verursacht werden.
Die überarbeitete Jagdverordnung, die nach Rückmeldungen von Verbänden und Interessengruppen novelliert wurde, streicht die Schonzeit für ausgewachsene Waschbären in Hessen. Ausnahmen gelten künftig nur noch während der Brutzeiten. Die Behörden schätzen die Population in der Region auf über 120.000 Tiere – eine Zahl, die mit dem Rückgang heimischer Arten und dem Verlust der biologischen Vielfalt in Verbindung gebracht wird.
Die erste Phase der neuen Regelungen beginnt 2023, die vollständige Umsetzung ist für den 1. Januar 2026 vorgesehen. Gleichzeitig gelten angepasste Vorschriften für Füchse in Hessen. Die Behörden erhoffen sich von den Maßnahmen eine Verringerung der durch Waschbären verursachten Probleme, darunter Schäden an der Infrastruktur. Eine verlängerte Jagdzeit soll ab dem 1. April gelten. Die Landesregierung betonte die Notwendigkeit gezielter Maßnahmen und verwies auf die wachsende Bedrohung, die Waschbären für lokale Ökosysteme darstellen.
Die überarbeiteten Gesetze erlauben künftig die ganzjährige Bejagung von Waschbären in Hessen, mit Ausnahme der Brutperioden. Auch Füchse in Hessen unterliegen den aktualisierten Regelungen. Die Behörden erwarten, dass die Änderungen ökologische Störungen verringern und zugleich langjährige Klagen von Grundbesitzern und Naturschützern angehen.
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