Kirchen drosseln Heizung: Gottesdienste bei 5 bis 15 **Grad Celsius**
Kalte Kirchen - Gemeinden setzen auf Decken und Heizmatten - Kirchen drosseln Heizung: Gottesdienste bei 5 bis 15 **Grad Celsius**
Kirchen in ganz Deutschland passen ihre Heizrichtlinien an, um in diesem Winter Energie zu sparen. Von niedrigeren Temperaturen bis hin zu alternativen Kirchenorten – die Gemeinden finden Wege, um Komfort, Umweltschutz und Denkmalschutz in Einklang zu bringen.
Mehrere Bistümer und evangelische Landeskirchen haben Leitlinien erlassen, um die Heizung einzuschränken, ohne dass Gottesdienste unzugänglich werden. Die Maßnahmen sind Teil umfassender Bemühungen, steigende Kosten und ökologische Bedenken zu bewältigen.
Das Bistum Limburg hat eine Grundtemperatur von etwa 5 Grad Celsius in seinen Kirchen festgelegt. Zusätzliche Beheizung wird selbst während der Gottesdienste auf ein Minimum beschränkt. Das Bistum Fulda verfolgt einen ähnlichen Ansatz und lässt die Temperaturen nur bei Bedarf auf 8 bis 14 Grad Celsius (46–57°F) ansteigen.
Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) empfiehlt ihren Gemeinden, leere Kirchen auf 8 Grad Celsius (46°F) zu halten und die Raumtemperatur während der Nutzung auf maximal 15 Grad Celsius (59°F) zu begrenzen. Um jüngere Mitglieder einzubinden, startet die EKHN die Kampagne #duzaehlst, die sich für Klimaschutz engagiert. Zudem plant sie, lokale Klimaprojekte – etwa in den Bereichen Energie, Verkehr und Ernährung – mit Zuschüssen von bis zu 10.000 Euro pro Kirchenraum zu fördern. Ein eigens eingerichteter Topf von 10 Millionen Euro soll Großveranstaltungen wie den anstehenden Kirchentag in Frankfurt absichern, damit sie trotz Haushaltsengpässen stattfinden können.
Das Bistum Mainz rät zu einer Höchsttemperatur von 10 bis 12 Grad Celsius (50–54°F) für Weihnachtsgottesdienste und regt an, dezentrale Heizlösungen zu prüfen. Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck schlägt vor, die Gottesdienste in kleinere, leichter zu beheizende Kirchenorte wie Kapellen oder Gemeindehäuser zu verlegen.
Viele Gemeinden stellen ihren Besuchern Decken oder kabellose Wärmflaschen in kühleren Kirchen zur Verfügung. Andere verlegen die Wintergottesdienste bis zum Frühling in sogenannte "Winterkirchen" – etwa Gemeinschaftsräume oder Gemeindezentren. Kirchenvertreter betonen zudem, wie wichtig es ist, die Luftfeuchtigkeit zwischen 45 und 70 Prozent zu halten, um Orgeln vor Schäden zu schützen, selbst in ungeheizten Kirchenräumen.
Die Anpassungen zielen darauf ab, den Energieverbrauch zu senken, ohne die Funktionsfähigkeit der Kirchen zu beeinträchtigen. Die Gemeinden reagieren mit praktischen Lösungen – von wärmerer Kleidung bis hin zu alternativen Kirchenorten. Die Veränderungen spiegeln das Bestreben wider, sowohl finanziellen Druck als auch ökologische Verantwortung zu berücksichtigen.
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