Luisenplatz in Darmstadt bleibt trotz Überwachung der Kriminalitäts-Hotspot der Stadt
Luisenplatz in Darmstadt bleibt trotz Überwachung der Kriminalitäts-Hotspot der Stadt
Luisenplatz in Darmstadt bleibt der Problemknotenpunkt der Stadt – die Kriminalitätsrate liegt hier deutlich höher als in anderen öffentlichen Räumen. Eine Umfrage aus dem Jahr 2022 zeigte, dass sich viele Anwohner dort unsicher fühlen und den Ort gezielt meiden. Trotz Bemühungen um mehr Sicherheit bleibt der Platz mit schweren Herausforderungen konfrontiert.
Allein 2022 wurden am Luisenplatz über 160 Straftaten registriert – doppelt so viele wie am Platz der Deutschen Einheit und mehr als fünfmal so viele wie am Marktplatz. Paul Georg Wandrey, der Leiter der öffentlichen Ordnung in Darmstadt, bezeichnete den Ort angesichts häufiger Delikte wie Körperverletzung und Diebstahl als "Kriminalitätsschwerpunkt".
Schon 2022 wurden Überwachungskameras installiert, was zu einem Rückgang drogenbezogener Vorfälle auf dem Platz führte. Allerdings verlagerten sich Dealer und Konsumenten einfach in andere Stadtteile. Die Polizei reagierte mit verstärkten Streifen und verdeckten Ermittlungen in den betroffenen Gebieten.
Besonders wichtig erwies sich das Kamerasystem 2023, als Aufzeichnungen zur Verurteilung eines Jugendlichen beitrugen, der einen Obdachlosen an einer nahen Bushaltestelle ermordet hatte. Dieser Fall unterstrich sowohl die Schwere der Kriminalität in der Gegend als auch die Rolle moderner Technik bei der Aufklärung von Straftaten. Dennoch hält der Luisenplatz seit drei Jahren in Folge seinen Ruf als gefährlichster Ort Darmstadt aufrecht.
Die ausgeweitete Videoüberwachung seit September 2023 zeigt, dass die Behörden weiterhin an einer Lösung arbeiten. Zwar wurden einige Straftaten verdrängt, doch die Gesamtkriminalität am Luisenplatz bleibt die höchste der Stadt. Die Polizei überwacht das Gebiet weiterhin intensiv – nachhaltige Lösungen stehen jedoch noch aus.
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