Sven Schulze wird Sachsen-Anhalts neuer Ministerpräsident im Januar
Sven Schulze: Was ich von Reiner Haseloff gelernt habe - Sven Schulze wird Sachsen-Anhalts neuer Ministerpräsident im Januar
Sven Schulze bereitet sich darauf vor, im Januar das Amt des Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt zu übernehmen. Er wird Reiner Haseloff ablösen, der das Bundesland seit über einem Jahrzehnt regiert hat. Der Wechsel markiert einen Führungsstilwandel, da Schulze mit seiner Jugend und familiären Prägung eine frische Perspektive einbringt.
Schulzes politische Karriere in Sachsen-Anhalt gewann Ende 2016 an Fahrt, als er zum Generalsekretär der CDU gewählt wurde – ein neu geschaffenes Amt, das jüngere Stimmen in die Landespolitik einbinden sollte. Zuvor hatte er diese Position bereits kurzzeitig in einer früheren Amtszeit inne, während Vorgänger wie Marco Tullner und Holger Stahlknecht die Partei in unterschiedlichen Funktionen führten.
Bis März 2021 hatte sich Schulze zum Landesvorsitzenden der CDU hochgearbeitet. Unter seiner Führung bildete die Union eine Koalitionsregierung mit SPD und FDP. Sein politischer Ansatz zeigt Parallelen zu Haseloffs Methoden, etwa die Gewohnheit, Gespräche mit der Frage 'Wo kommen Sie her?' zu eröffnen – eine Taktik, die Schulze offen übernommen hat. Haseloff betonte, dass sein Nachfolger seine Fähigkeiten unter Beweis stellen müsse, und bezeichnete Schulze als jemanden mit der 'notwendigen Erfahrung und Ausstrahlung' für das Amt. Schulze wiederum hob die Bedeutung von Haseloffs Mentorenschaft hervor, insbesondere die Lehre, wichtige Entscheidungen vor der Finalisierung 'eine Nacht darüber zu schlafen'. Trotz des Führungswechsels wollen beide auch künftig eng zusammenarbeiten.
Mit 42 Jahren steht Schulze für einen Generationswechsel. Seine familiäre Situation und sein jüngeres Alter unterscheiden ihn von Haseloff und deuten auf einen neuen Regierungsstil in den kommenden Jahren hin.
Seine offizielle Ernennung zum Ministerpräsidenten erfolgt im Januar nach Haseloffs langer Amtszeit. Der Übergang verbindet Kontinuität und Wandel: Schulze vereint bewährte Praktiken mit seinem eigenen Führungsstil. Seine Erfahrungen in Parteifunktionen und Koalitionsbildung werden die politische Ausrichtung Sachsen-Anhalts in den nächsten Jahren prägen.
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