Blauzungenkrankheit trifft erstmals Schafe im Kreis Offenbach
Blauzungenkrankheit trifft erstmals Schafe im Kreis Offenbach
Zwei Schafe in Rodgau betroffen – Behörden rufen zu Vorsichtsmaßnahmen auf
Die Blauzungenkrankheit ist erstmals im Kreis Offenbach aufgetreten. Wie die Kreisverwaltung mitteilte, sind zwei Schafe in Rodgau infiziert. Tierhalter werden nun aufgefordert, Maßnahmen zu ergreifen, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.
Erstmals in Hessen war die Krankheit Anfang Juli 2024 bestätigt worden. Seither hat sie sich auf mehrere Bundesländer ausgebreitet, darunter Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Bayern.
Die Blauzungenkrankheit befällt ausschließlich Wiederkäuer wie Rinder, Schafe und Ziegen. Typische Symptome sind hohes Fieber, Appetitlosigkeit, eine geschwollene Zunge und extreme Müdigkeit. Die betroffenen Schafe in Rodgau wurden isoliert und erhalten Behandlung, der Betrieb bleibt jedoch geöffnet.
Für den Menschen ist die Krankheit ungefährlich – Fleisch und Milch infizierter Tiere können bedenkenlos verzehrt werden. Da es sich jedoch um eine anzeigepflichtige Tierseuche handelt, müssen Verdachtsfälle umgehend dem zuständigen Veterinäramt gemeldet werden.
Um das Infektionsrisiko zu senken, empfehlen die Behörden den Einsatz von Insektenschutzmitteln sowie Impfungen. Der Hessische Tierseuchenfonds unterstützt diese Maßnahmen mit einem Zuschuss von drei Euro pro Rinderimpfung und zwei Euro pro Schaf- oder Ziegenimpfung.
Im Kreis Offenbach gibt es derzeit 37 registrierte Rinderhaltungen und 121 Schaf- oder Ziegenbestände. Angesichts des ersten Nachweises der Krankheit in der Region betonen die Verantwortlichen die Bedeutung von Wachsamkeit und vorbeugenden Maßnahmen.
Die Entdeckung der Blauzungenkrankheit in Offenbach folgt auf ihre weitere Verbreitung in mehreren deutschen Bundesländern. Impfungen und strikte Meldepflichten bleiben entscheidend, um den Ausbruch einzudämmen. Tierhalter werden erneut aufgefordert, die Vorgaben zum Schutz ihrer Bestände einzuhalten.
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