Deutsche Arbeitgeber bleiben bei Einstellungen stabil – doch Branchen klaffen auseinander
Deutsche Arbeitgeber bleiben bei Einstellungen stabil – doch Branchen klaffen auseinander
Deutsche Arbeitgeber halten ihre Einstellungspläne für die kommenden Monate stabil. Die neuesten Zahlen zeigen eine saisonbereinigte Netto-Beschäftigungsprognose (Net Employment Outlook, NEO) von 22 % – unverändert gegenüber dem Vorquartal. Allerdings unterscheiden sich die Erwartungen je nach Branche und Region deutlich.
Bundesweit planen 38 % der Unternehmen, neue Mitarbeiter einzustellen, während 17 % mit Stellenabbau rechnen. Besonders optimistisch zeigen sich kleine Betriebe mit 10 bis 49 Beschäftigten: Sie melden eine positive Einstellungsprognose von 17 %. Größere Unternehmen bleiben dagegen zurückhaltend.
Die Finanz- und Immobilienbranche verzeichnet mit einer NEO von 43 % die stärksten Einstellungsabsichten – ein deutlicher Anstieg um sieben Punkte gegenüber dem Vorquartal. Demgegenüber kämpfen die Transport-, Logistik- und Automobilbranche weiterhin mit Schwierigkeiten und kommen lediglich auf eine NEO von 13 %, was dem Rückgang des vorherigen Quartals entspricht.
Auch regional gibt es deutliche Unterschiede. In Ostdeutschland, Berlin und Teilen Westdeutschlands (ohne das Ruhrgebiet) haben sich die Einstellungserwartungen leicht verbessert. Die Region Frankfurt verzeichnete jedoch den stärksten Rückgang – mit einem Minus von 17 Prozentpunkten. Im Vergleich zum Vorjahr ist die gesamtdeutsche Beschäftigungsprognose zwar um zwei Punkte gestiegen, liegt aber weiterhin unter dem globalen Durchschnitt von 25 %.
Die aktuellen Daten zeichnen ein gemischtes Bild des deutschen Arbeitsmarktes. Während Branchen wie Finanzen und Immobilien starkes Wachstum zeigen, müssen andere – insbesondere Transport und Automobilindustrie – mit weiteren Jobverlusten rechnen. Kleine Unternehmen bleiben am zuversichtlichsten, doch regionale Rückgänge unterstreichen die anhaltenden Herausforderungen in bestimmten Gebieten.
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