EU reformiert Lieferkettengesetz: Hessen setzt sich für weniger Bürokratie durch
EU reformiert Lieferkettengesetz: Hessen setzt sich für weniger Bürokratie durch
Weniger Bürokratie, mehr Vernunft: EU lockert Lieferkettenvorschriften für große Unternehmen
Weniger Bürokratie, mehr Vernunft: EU lockert Lieferkettenvorschriften für große Unternehmen – EU reformiert Lieferkettengesetz – Hessen setzt sich für faire Entlastungen in Europa ein
- Dezember 2025, 17:30 Uhr
Schlagwörter: Finanzen, Wirtschaft, Politik
Die EU hat ihr Lieferkettengesetz überarbeitet, um große Unternehmen von übermäßiger Bürokratie zu entlasten. Die aktualisierte Richtlinie zielt nun nur noch auf die größten Konzerne ab und nimmt mittelgroße Betriebe aus dem Fokus. Die Landesregierung Hessens spielte dabei eine Schlüsselrolle, nachdem Unternehmen über zu hohe administrative Hürden klagten.
Die neuen Regeln gelten künftig ausschließlich für sehr große Unternehmen mit mehr als 5.000 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von rund 1,5 Milliarden Euro. Viele mittelständische Betriebe, die zuvor einbezogen waren, sind nun ausgenommen. Diese Anpassung erfolgte nach intensiver Lobbyarbeit, bei der Hessen die Federführung zur Verringerung der bürokratischen Lasten übernahm.
Auch klimabezogene Verpflichtungen und weitreichende Haftungsbestimmungen wurden aus dem endgültigen Text gestrichen. Manfred Pentz, Hessens Minister für Europaangelegenheiten und Deregulierung, betonte, dass praktische Unternehmensrealitäten die Überarbeitung geprägt hätten. Sein Team dokumentierte den Einfluss des Landes in den Verhandlungen im Bundesrat, auf der Europaministerkonferenz und in Brüssel.
Pentz bezeichnete die Einigung als einen "wichtigen Schritt in die richtige Richtung"**. Nun müssen das Europäische Parlament und der Rat die überarbeitete Richtlinie formal verabschieden, bevor sie in Kraft tritt.
Die Änderungen bedeuten, dass weniger Unternehmen strengen Compliance-Anforderungen unterliegen. Durch das Engagement Hessens flossen unternehmerische Rückmeldungen in die Endfassung ein. Als nächster Schritt steht die finale Verabschiedung durch die EU-Institutionen an.
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