Hanau und Main-Kinzig-Kreis kämpfen um faire Verteilung des Krankenhausfonds

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Ein Krankenhausgebäude mit mehreren Fahrzeugen, Bäumen und einem Zaun davor.Admin User

Hanau und Main-Kinzig-Kreis kämpfen um faire Verteilung des Krankenhausfonds

Lokale Verantwortungsträger in Hanau und im Main-Kinzig-Kreis fordern einen gerechten Anteil am 950-Millionen-Euro-Krankenhaustransformationsfonds Hessens. Bürgermeister und Verwaltungschefs warnen davor, dass regionale Kliniken nicht zugunsten großer Ballungszentren wie Frankfurt vernachlässigt werden dürfen. Der Fonds, der von 2026 bis 2035 läuft, soll die Modernisierung der Gesundheitsinfrastruktur im gesamten Bundesland vorantreiben.

Hanaus Oberbürgermeister Dr. Maximilian Bieri und Landrat Thorsten Stolz vom Main-Kinzig-Kreis appellieren an die Landesregierung, die Mittel nicht nur nach Frankfurt und Kassel zu verteilen. Sie betonen, dass eine Konzentration der Investitionen auf universitäre Großkliniken kommunale Einrichtungen in strukturschwächeren Regionen benachteiligen würde. Zu den dringenden Vorhaben in ihrer Region zählen die Sanierung der Notaufnahme in Gelnhausen, die Einrichtung einer geriatrischen Tagesklinik in Schlüchtern sowie der Neubau einer Geburtsstation in Hanau.

Die Politiker unterstreichen, dass die kommunale Trägerschaft sicherstellt, dass die Krankenhäuser den Bedürfnissen der lokalen Bevölkerung verpflichtet bleiben. Zudem verweisen sie auf den dringenden Bedarf an moderner Medizintechnik und digitaler Aufrüstung, um hohe Versorgungsstandards zu halten. Beide fordern, dass die Bundes-Sondervermögen direkt den Kliniken in ihrer Region zugutekommen – und nicht ausschließlich großen Universitätskliniken. Der Hessische Krankenhausgesellschaft schließt sich dieser Forderung an und kritisiert die Entscheidung des Landes, 200 Millionen Euro allein dem Universitätsklinikum Frankfurt zuzuweisen. Stattdessen plädiert sie für eine ausgewogene Verteilung, die die regionalen Versorgungsnetze stärkt. Der Fonds, der Infrastruktur, Digitalisierung und sektorübergreifende Versorgung fördern soll, müsse die vielfältigen Bedürfnisse aller hessischen Krankenhäuser widerspiegeln – nicht nur weniger ausgewählter Standorte.

Die Laufzeit des Fonds von 2026 bis 2035 bietet ein Jahrzehnt lang die Chance, die Kliniken in Hanau, Gelnhausen und Schlüchtern zukunftsfähig auszubauen. Eine zügige und zielgerichtete Mittelvergabe könnte essenzielle Verbesserungen sichern – von neuen Stationen bis hin zu hochmoderner Ausstattung. Ohne eine faire Verteilung drohen regionale Krankenhäuser jedoch sowohl bei der Ausstattung als auch in der Patientenversorgung den Anschluss zu verlieren.

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