Hessen gründet Runden Tisch zur Rettung der heimischen Dialekte und Mundarten
Hessen gründet Runden Tisch zur Rettung der heimischen Dialekte und Mundarten
Hessen startet Initiative zur Förderung und Bewahrung regionaler Mundarten
Das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz hat den Runden Tisch Mundart ins Leben gerufen. Minister Ingmar Jung lud zur konstituierenden Sitzung zentrale Akteure aus verschiedenen Bereichen ein, um Dialekte und sprachliche Vielfalt fest in der kulturellen Identität Hessens zu verankern.
Dem Gremium gehören Vertreter aus Wissenschaft, Bildung, ehrenamtlichem Engagement und Landespolitik an. Zu den prominenten Mitgliedern zählen neben Minister Jung auch Staatssekretär Michael Ruhl sowie die Professoren Hanna Fischer und Alfred Lameli vom Forschungszentrum Deutscher Sprachatlas. Ergänzt wird der Kreis durch Vertreter von Laientheatergruppen, Mundartvereinen, Jugendorganisationen und Philologenverbänden. In den kommenden drei Jahren wird sich die Gruppe regelmäßig treffen und mit bestehenden Initiativen und Einrichtungen zusammenarbeiten.
Hauptziel des Runden Tisches ist die Entwicklung konkreter Maßnahmen zur Förderung von Dialekten in Bildung, Forschung und Ehrenamt – mit besonderem Fokus auf die Einbindung junger Menschen. Aufbauend auf bestehenden Projekten wie dem Mundartpreis und dem geplanten Mundartkalender soll das Gremium wissenschaftliche Erkenntnisse in Schulen, Vereine und Bildungsprogramme tragen und gleichzeitig die Forschung durch praktische Erfahrungen bereichern.
Mit dem neuen Runden Tisch Mundart unterstreicht das Hessische Ministerium sein Engagement für die Bewahrung und Wertschätzung des sprachlichen Erbes der Region. Durch die Vernetzung von Wissenschaft, Bildung und ehrenamtlichen Organisationen will das Gremium die regionalen Mundarten stärken und sichtbarer machen. Die Ergebnisse und Empfehlungen sollen in die Kultur- und Bildungspolitik Hessens einfließen und sicherstellen, dass Dialekte und sprachliche Vielfalt ein lebendiger Teil der regionalen Identität bleiben.
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