Hessen sichert Kommunen mit Milliarden-Hilfen bis 2027 ab
Hessen sichert Kommunen mit Milliarden-Hilfen bis 2027 ab
Die hessische Landesregierung hat einen neuen Gesetzentwurf zum kommunalen Finanzausgleich (KFA) vorgelegt, der bereits in der nächsten Woche im Landtag beraten werden soll. Das Vorhaben zielt darauf ab, die Finanzierung der Kommunen angesichts anhaltender wirtschaftlicher Unsicherheiten und geopolitischer Spannungen zu stabilisieren.
Finanzminister Professor Dr. R. Alexander Lorz bestätigte, dass der Entwurf auf umfangreichen Gesprächen zwischen dem Land und den kommunalen Spitzenverbänden basiert. Beide Seiten einigten sich darauf, die festen KFA-Zahlungen zu verlängern, um den Gemeinden eine größere finanzielle Planbarkeit zu ermöglichen.
Das KFA-System wurde erstmals 2016 reformiert und während der Coronavirus-Pandemie weiter angepasst. Zwischen 2021 und 2024 trugen die festen Zahlungen dazu bei, die Haushalte der Kommunen zu stabilisieren und die langfristige Planung zu verbessern. Lorz betonte, dass das bestehende System weiterhin wirksam sei und keiner grundlegenden Neugestaltung bedürfe.
Laut dem neuen Entwurf sollen die festen KFA-Zuweisungen auch 2026 und 2027 fortgeführt werden – ähnlich wie im Jahr 2025. Trotz verschärfter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen hat sich das Land zu einer Aufstockung der Mittel verpflichtet. 2026 steigt der Fonds um 135 Millionen Euro auf 7,405 Milliarden Euro. Im Jahr darauf erhöht er sich um weitere 112 Millionen Euro auf 7,532 Milliarden Euro – und übertrifft damit frühere Finanzprognosen.
Zudem hat das Land mit den kommunalen Spitzenverbänden – dem Landkreistag sowie dem Städte- und Gemeindebund – eine Vereinbarung über die Verteilung eines Sonderinfrastrukturfonds abgeschlossen. Diese Einigung stärkt die Zusammenarbeit zwischen Landes- und Kommunalregierung.
In den anstehenden parlamentarischen Beratungen werden voraussichtlich Fraktionen Änderungen vorschlagen. Diese dürften sich auf Themen konzentrieren, die bereits in den KFA-Bewertungsgesprächen behandelt wurden.
Der Gesetzentwurf garantiert feste KFA-Zahlungen für die Jahre 2026 und 2027 und gibt den Kommunen damit trotz wirtschaftlicher Herausforderungen Planungssicherheit. Die Steigerung der Mittel auf über 7,5 Milliarden Euro bis 2027 unterstreicht das Engagement des Landes für die Unterstützung der lokalen Gebietskörperschaften.
Die Vereinbarung zwischen Finanzministerium und kommunalen Verbänden stellt sicher, dass auch die Infrastrukturförderung nach den neuen Regelungen verteilt wird. Die Landesregierung kommt damit ihrer finanziellen Verantwortung gegenüber Städten und Landkreisen nach – selbst in Zeiten wachsender externer Belastungen.
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