Hessens Gastronomie setzt auf vegane Gerichte und alkoholfreie Getränke zum Jahresstart
"Dry January" und "Veganuary" - Was es für die Gastronomiebranche bedeutet - Hessens Gastronomie setzt auf vegane Gerichte und alkoholfreie Getränke zum Jahresstart
Immer mehr Deutsche verzichten zu Beginn des Jahres auf Fleisch und Alkohol – besonders im Januar. Trends wie Veganuary und Dry January gewinnen an Bedeutung, da viele Menschen zu Jahresbeginn einen gesünderen Lebensstil anstreben. Restaurants in Hessen passen ihre Speisekarten bereits an die wachsende Nachfrage an.
Laut dem Ernährungsreport 2025 ist der Fleischkonsum in Deutschland deutlich zurückgegangen. Nur noch 24 Prozent der Deutschen essen täglich Fleisch. Diese Entwicklung zwingt Gastronomiebetriebe, ihr Angebot zu überdenken – vor allem in Hessen.
Gisbert Kern, Geschäftsführer des Dehoga Hessen, betont die Notwendigkeit von Flexibilität. Er rät Restaurantbetreibern, ihre kulinarische Identität zu bewahren, gleichzeitig aber kreative vegane Optionen einzuführen. Ein starkes veganes und alkoholfreies Angebot werde zunehmend zum Wettbewerbsfaktor.
In Hessen reagieren Unternehmen bereits: Das Weingut Kaspar Herke in Oestrich-Winkel produziert entalkoholisierte Weine wie den Rheingau Rosé alkoholfrei. Schild & Sohn im Rheingau vertreibt über Plattformen wie WirWinzer alkoholfreien Riesling-Secco. Und IXI Getränke in Frankfurt führt ein breites Sortiment an alkoholfreien Getränken, darunter hessische Apfelwein-Alternativen.
Die Barmer Krankenkasse fördert den Trend und wirbt für alkoholfreie Phasen. Dry January und die Fastenzeit bleiben beliebt, doch der Januar hat sich als bevorzugter Zeitraum für Verzicht etabliert. Auch die Zahl der alkoholbedingten Behandlungen liegt in Hessen unter dem Bundesschnitt: 2023 waren es etwa 10,6 Fälle pro 1.000 Einwohner.
Restaurants in der Region erweitern ihr veganes Angebot und setzen auf alkoholfreie Begleitgetränke. Die Branche sieht darin eine Chance, mehr Gäste anzuziehen und zukunftsfähig zu bleiben.
Der Trend zu veganen und alkoholfreien Optionen spiegelt veränderte Konsumgewohnheiten wider. Hessische Gastronomen passen ihre Speisekarten an, um gesundheitsbewusste Gäste zu bedienen. Angesichts sinkenden Fleischkonsums und wachsender Nachfrage nach Alternativen wird dieser Wandel die Branche weiter prägen.
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