K+S-Chef fordert schnellere Rohstoff-Genehmigungen für Europas Unabhängigkeit
K+S-Chef fordert schnellere Rohstoff-Genehmigungen für Europas Unabhängigkeit
K+S-Chef Meyer: Europa braucht mehr Rohstoffe als nur Seltene Erden
Gastbeitrag von Michael Wudonig
Der größte deutsche Bergbaukonzern unterstützt die Initiative der EU-Kommission, die Versorgungssicherheit Europas mit Rohstoffen zu stärken.
Dr. Christian H. Meyer, Vorstandsvorsitzender des Kasseler Salz- und Düngemittelherstellers K+S, hat
9. Dezember 2025, 06:00 Uhr
Der K+S-Chef Dr. Christian H. Meyer begrüßt den RESourcEU-Aktionsplan der EU, mit dem die Versorgung Europas mit kritischen Rohstoffen gesichert werden soll. Gleichzeitig fordert er von der Bundesregierung und den EU-Institutionen mehr Tempo bei der Genehmigung zentraler Projekte. Die aktuellen Verzögerungen gefährdeten sonst Europas Bestrebungen nach größerer Unabhängigkeit bei essenziellen Mineralien und Metallen, warnt Meyer.
Besonders kritisch sieht er die zähen Genehmigungsverfahren in Deutschland und der EU. Für wichtige Rohstoffprojekte dauerten die Bewilligungen oft mehr als zehn Jahre – ein massives Hindernis für die Versorgungssicherheit. Meyer betont, dass Reformen nicht nur bei kritischen Rohstoffen ansetzen dürften, sondern die gesamte heimische Förderung von Mineralien und Metallen umfassen müssten.
Hintergrund der Forderungen ist Europas Ziel, die Abhängigkeit von externen Lieferanten zu verringern. Meyers Appell zielt auf konkrete Maßnahmen: weniger bürokratische Hürden, gestärkte Behörden und eine breitere Förderung der heimischen Produktion. Würden diese Schritte umgesetzt, könnte Europa in den kommenden Jahren seine Lieferketten eigenständiger gestalten.
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