Lufthansa will Terminal 2 in Frankfurt gemeinsam mit Fraport betreiben – ein strategischer Schachzug
Lufthansa will Terminal 2 in Frankfurt gemeinsam mit Fraport betreiben – ein strategischer Schachzug
Lufthansa drängt auf Joint Venture mit Fraport für Übernahme des Betriebs in Terminal 2 des Frankfurter Flughafens. Der Konzern setzt damit auf ein Modell, das sich bereits am Standort München bewährt hat, wo die Zusammenarbeit zwischen Airline und Flughafenbetreiber erfolgreich läuft. Der Schritt könnte die künftige Zusammenarbeit der beiden Partner grundlegend verändern.
Der Vorstoß erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Fraport plant, Terminal 2 nach der Eröffnung von Terminal 3 für umfangreiche Sanierungsarbeiten zu schließen. Aktuell laufen Verhandlungen, in denen Fraport-Chef Stefan Schulte im Auftrag des Flughafenbetreibers die Gespräche führt.
Lufthansa hat dem Aufsichtsrat von Fraport offiziell den Vorschlag für ein gemeinsames Betriebsunternehmen unterbreitet. Dem Plan zufolge würde die Airline an den Flughafeneinnahmen beteiligt – etwa an den Erlösen aus Einzelhandel und Gastronomie in Terminal 2. Eine solche Regelung würde dem bestehenden Engagement der Lufthansa am Münchner Flughafen nachempfunden sein, wo aus Konkurrenz längst Kooperation geworden ist.
Die Strategie der Airline zielt vor allem auf den Ausbau des Langstreckenverkehrs ab. Mit über 200 bestellten neuen Flugzeugen soll die Langstreckenflotte bis 2030 um etwa 20 Prozent wachsen. Diese Expansion ist ein zentraler Baustein, um das Ziel einer operativen Marge von 8 bis 10 Prozent in den kommenden Jahren zu erreichen.
Die aktuellen Kapazitäten in den Drehkreuzen Frankfurt und München reichen voraussichtlich bis 2030 aus, um die Nachfrage zu bedienen. Danach dürften jedoch Engpässe auftreten, was Effizienzsteigerungen umso dringlicher macht. Ein Joint Venture könnte beiden Seiten helfen, künftige Herausforderungen besser zu bewältigen – und gleichzeitig finanzielle Vorteile zu teilen.
Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender der Fraport AG, nimmt in den Verhandlungen eine Schlüsselrolle ein. Seine Entscheidungen werden maßgeblich darüber bestimmen, ob die Partnerschaft zustande kommt und wie die Betriebsstrukturen in Terminal 2 im Rahmen der geplanten Vereinbarung ausgestaltet werden.
Sollte das Vorhaben genehmigt werden, wäre dies ein Paradigmenwechsel – weg von Konkurrenz, hin zu enger Zusammenarbeit an einem der verkehrsreichsten Flughäfen Europas. Zudem würde Lufthansa durch die Beteiligung an der Terminal-Betriebsgesellschaft mehr Einfluss auf Passagierservices und die Infrastrukturplanung erhalten.
Das geplante Joint Venture würde es der Airline ermöglichen, an den kommerziellen Erträgen von Terminal 2 partizipieren zu können, während gleichzeitig die Abstimmung mit Fraport enger würde. Die anstehende Schließung von Terminal 2 für Sanierungsarbeiten nach der Inbetriebnahme von Terminal 3 verleiht den Gesprächen zusätzliche Dringlichkeit. Die finale Entscheidung wird zeigen, wie die beiden Partner künftig Wachstum und Infrastruktur gemeinsam gestalten werden.
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