Mehrwertsteuer für Gastronomie steigt 2024 auf 19 Prozent – Branche protestiert vergeblich
Mehrwertsteuer für Gastronomie steigt 2024 auf 19 Prozent – Branche protestiert vergeblich
Die deutsche Bundesregierung hat bekannt gegeben, dass der ermäßigte Mehrwertsteuersatz für Speisen in Restaurants und Cafés 2024 ausläuft. Die Steuer wird damit von 7 auf 19 Prozent steigen und kehrt zur Regelbesteuerung zurück – eine Maßnahme, die während der COVID-19-Pandemie eingeführt worden war. Lokale Politiker und Vertreter der Gastronomie zeigen sich enttäuscht und verärgert, nachdem sie sich vergeblich für die Beibehaltung des niedrigeren Satzes eingesetzt hatten.
Der reduzierte Steuersatz war 2020 als Teil eines wirtschaftspolitischen Notfallpakets eingeführt und mehrfach verlängert worden, um die angeschlagene Gastronomiebranche zu entlasten. Trotz anhaltender Appelle hat die Bundesregierung nun jedoch bestätigt, dass ab kommendem Jahr wieder der volle Satz von 19 Prozent gelten wird.
Die Entscheidung löste auf einer jüngsten Veranstaltung des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA) Bestürzung aus. Rödermarks Bürgermeister Jörg Rotter kritisierte den Schritt offen und warf der Regierung vor, überzeugende Argumente für die Beibehaltung des ermäßigten Satzes ignoriert zu haben. Auch die stellvertretende Bürgermeisterin Andrea Schulner hatte sich für die niedrigere Besteuerung starkgemacht. Gastronomen, Tourismusvertreter und Kommunalpolitiker hatten sich gemeinsam für eine dauerhafte Senkung der Steuer eingesetzt. Sie argumentierten, dass der höhere Satz für Speisen vor Ort ungerecht, unlogisch und nicht zeitgemäß sei – insbesondere im Vergleich zu vielen anderen europäischen Ländern. Der DEHOGA betonte, der niedrigere Steuersatz habe der Branche geholfen, die seit Jahren unter finanziellen Belastungen leidet. Als die endgültige Entscheidung der Regierung auf der Veranstaltung bekannt gegeben wurde, zeigten sich die Anwesenden sichtlich schockiert. Selbst eine direkte Intervention beim Bundesfinanzminister Lars Klingbeil blieb ohne Erfolg.
Die Erhöhung der Mehrwertsteuer tritt 2024 in Kraft und wird die Kosten für Restaurants und Cafés in ganz Deutschland in die Höhe treiben. Die Betriebe müssen sich nun nach Jahren der vorübergehenden Entlastung auf die höhere Steuerbelastung einstellen. Mit der Entscheidung endet eine langjährige Kampagne lokaler Politiker und der Gastronomiebranche für eine dauerhafte Steuersenkung.
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