Merck-Chefin Garijo warnt vor Entkopplung von China und lobt Deutschlands Wirtschaftspolitik
Merck-Chefin Garijo warnt vor Entkopplung von China und lobt Deutschlands Wirtschaftspolitik
Belén Garijo, die aktuelle Vorstandsvorsitzende von Merck, hat sich zufrieden mit ihrer Zeit in Deutschland geäußert, wo sie das Unternehmen seit 2021 führt. Sie teilte zudem ihre Ansichten zur Bedeutung zügiger Regierungsmaßnahmen und zur Rolle Chinas im Welthandel mit.
Garijo ist überzeugt, dass Deutschland nur dann prosperieren kann, wenn die Regierung Pläne schnell in Taten umsetzt. Sie lobte die Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz dafür, dass sie Vertrauen in die Wirtschaft gestärkt habe – auch wenn einige Deutsche die Zukunftsaussichten des Landes skeptischer bewerten.
Die Managerin, die im April 2026 als CEO zurücktreten wird, plant, die Geschäftsführung an Kai Beckmann zu übergeben, der dann neuer Vorstandsvorsitzender und CEO wird. Vor ihrem Abschied möchte Garijo zunächst eine Phase der Entspannung einlegen, nachdem sie Merck durch tiefgreifende Veränderungen geführt hat.
Im Bereich des globalen Handels lehnt Garijo die Idee einer Entkopplung der europäischen Industrie von China ab. "Es gibt keinen Welthandel ohne China", betont sie und verweist auf die enge Verflechtung der Weltwirtschaft.
Mit ihrem Ausscheiden im April 2026 endet Belén Garijos Amtszeit bei Merck – ihr Nachfolger steht mit Kai Beckmann bereits fest. Sie verlässt das Unternehmen mit einer positiven Bilanz ihrer Zeit in Deutschland und der Überzeugung, dass schnelles Regierungshandeln entscheidend ist. Gleichzeitig unterstreicht sie die unverzichtbare Rolle Chinas im globalen Handel und warnt vor einer Abkehr Europas vom asiatischen Wirtschaftsgiganten.
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