Messe Frankfurt erwartet 2025 drastischen Gewinnrückgang trotz globaler Stärke
Frankfurter Messe bleibt im Gewinnbereich - Messe Frankfurt erwartet 2025 drastischen Gewinnrückgang trotz globaler Stärke
Die Messe Frankfurt rechnet für 2025 mit einem deutlichen Gewinnrückgang – die Erträge könnten sich mehr als halbieren. Als Gründe für den Einbruch nennt das Unternehmen steigende IT-Kosten und verschobene Instandhaltungsarbeiten. Trotz der finanziellen Einbußen bleibt das internationale Geschäft ein zentraler Umsatzträger.
Vorstandschef Wolfgang Marzin bestätigte, dass der Gewinn im kommenden Jahr auf mindestens 39 Millionen Euro schrumpfen werde. Hauptursachen seien höhere Ausgaben für die digitale Infrastruktur sowie verzögerte Wartungsmaßnahmen. Dennoch entfallen mittlerweile 48 Prozent des Gesamtumsatzes auf das Ausland, was die schwächere Binnennachfrage teilweise ausgleicht.
Für das laufende Jahr erwartet das Unternehmen weiterhin einen Konzernumsatz von 766 Millionen Euro – leicht unter dem Vorjahresrekord. Für 2025 soll ein attraktiverer Veranstaltungskalender die Umsätze und Marktanteile steigern. Zudem sind bis 2027 weltweit 25 neue Messen geplant.
Die Messe Frankfurt bleibt ein wichtiger Wirtschaftsmotor für die Region: Allein die Messe trägt 2,1 Milliarden Euro zur Frankfurter Wirtschaftsleistung bei, sichert bundesweit 30.000 Arbeitsplätze und generiert 667 Millionen Euro Steuereinnahmen. Frankfurts Oberbürgermeister Mike Josef bezeichnete sie als "wirtschaftliches Spitzenasset" und verwies auf den gesamtwirtschaftlichen Effekt von 3,7 Milliarden Euro.
Um das Portfolio zu stärken, will das Unternehmen die angeschlagene Fahrradmesse Eurobike, die es gemeinsam mit Friedrichshafen ausrichtet, gezielt fördern.
Trotz des Gewinnrückgangs baut die Messe Frankfurt ihre globale Präsenz weiter aus. Investitionen in Technologie und neue Formate sollen das langfristige Wachstum sichern. Ungeachtet der aktuellen Herausforderungen bleibt ihr wirtschaftlicher Beitrag für Frankfurt und Deutschland beträchtlich.
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