Vom Tech-Pionier zur Zerschlagung: Das Ende der Software AG wie wir sie kannten
Vom Tech-Pionier zur Zerschlagung: Das Ende der Software AG wie wir sie kannten
Software AG: Vom deutschen Tech-Vorreiter zum Zerschlagungskopf
Die Software AG, einst eines der führenden deutschen Technologieunternehmen, hat nach der Übernahme durch die Beteiligungsgesellschaft Silver Lake eine tiefgreifende Zerschlagung durchlaufen. Die wertvollste Sparte des Konzerns, seine Integrationsplattform, wurde für 2,13 Milliarden Euro an IBM verkauft. Nach dem Börsenrückzug steht nun für das verbleibende Geschäft ein radikaler Umbruch mit Stellenstreichungen an.
Das 1969 gegründete Unternehmen startete als Anbieter von Mainframe-Datenbanken, bevor es sich im Systemintegrationsbereich etablierte. Über Jahrzehnte entwickelte es sich zu einem wichtigen Akteur in der Unternehmenssoftware – bis Silver Lake die Zügel übernahm und das Unternehmen systematisch zerlegte.
Den Anfang machte der Verkauf der Integrationsplattform, des Kernassets, an IBM zwischen 2018 und 2019. Die verbliebenen Geschäftsteile wurden in die neu gegründete Software GmbH ausgegliedert, die 2023 von der Private-Equity-Gesellschaft Warburg Pincus übernommen wurde. Seither steuert die Beteiligungsfirma den Wandel des Unternehmens.
Im Rahmen der Umstrukturierung behält die Software GmbH nur noch zwei Bereiche: Aris sowie Adabas & Natural, die künftig eigenständig agieren sollen. Im Zuge der Veränderungen wechseln 84 Mitarbeiter zur Sparte Adabas & Natural, weitere 35 zu Aris.
Gleichzeitig laufen Entlassungen an: Bis Mitte 2026 soll die Belegschaft um rund 150 Stellen reduziert werden. Damit setzt sich der Niedergang eines Unternehmens fort, das einst als deutscher Tech-Erfolgsstory galt.
Unterdessen haben 52 ehemalige Minderheitsaktionäre Klage eingereicht. Sie werfen dem Unternehmen vor, der tatsächliche Wert der verkauften Geschäftseinheiten habe über dem Übernahmepreis von 2,5 Milliarden Euro gelegen. Auf aktuelle Anfragen reagierte das Unternehmen nicht, verwies stattdessen auf eine Pressemitteilung vom Januar.
Mit der Zerschlagung der Software AG endet eine Ära für einen Konzern, der einst die Unternehmenssoftware dominierte. Die profitabelsten Bereiche sind verkauft, die verbliebenen Sparten agieren nun als kleinere, eigenständige Einheiten. Die geplanten Entlassungen und laufenden Rechtsstreitigkeiten deuten auf weitere Turbulenzen hin.
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