Frankfurts Bundesbank-Hochhaus wird zur Schule – und verliert seine Goldtresore nicht
Gold next door - School to move into Federal Bank headquarters - Frankfurts Bundesbank-Hochhaus wird zur Schule – und verliert seine Goldtresore nicht
Frankfurts historisches Bundesbank-Hauptquartier steht vor einem radikalen Wandel. Die Stadt plant, nach umfangreichen Sanierungen die Europäische Schule in das ikonische Brutalismus-Gebäude zu verlegen. Unterdessen bereitet sich die Bundesbank selbst darauf vor, den Standort zu verlassen – aus wirtschaftlichen Gründen und wegen sich wandelnder Arbeitswelt-Trends.
Der Schritt erfolgt, nachdem die Bank ihr langjähriges Campus-Projekt aufgab, das ursprünglich auf 4,6 Milliarden Euro veranschlagt worden war. Angesichts steigender Homeoffice-Quoten und Kostendrucks hatte sie ihre Pläne deutlich zurückgeschraubt.
Die Entscheidung der Bundesbank, das markante Gebäude zu räumen, ist vor allem eine Frage der finanziellen Vernunft. Internen Berechnungen zufolge sei der Kauf eines neuen Objekts günstiger als die Instandhaltung des bestehenden Komplexes. Da der Mietvertrag für die derzeitigen provisorischen Büros in der Innenstadt in eineinhalb Jahren ausläuft, sucht die Bank nun nach einem neuen Standort in Frankfurt.
Doch der Standort hat nicht nur administrativen Wert. Tief unter dem Gebäude lagern in Tresoren mehr als die Hälfte der deutschen Goldreserven – 1.710 Tonnen –, die seit Jahrzehnten sicher verwahrt werden. Dennoch bleibt das Schulgelände räumlich von den Reserven getrennt. Frankfurts Oberbürgermeister Mike Josef (SPD) brachte es mit einem Augenzwinkern auf den Punkt: Die Stadt werde "das Gold" beim Kauf des Gebäudes nicht gleich miterwerben.
Rechtliche und praktische Hürden scheinen überschaubar. Das Gebäude ist für öffentliche Nutzungen wie Schulen ausgewiesen, und sein Denkmalschutz garantiert den Erhalt der Bausubstanz. Die Übernahme von Teilflächen durch die Stadt ist rechtlich zulässig; eine offizielle Wertermittlung soll den Kaufpreis festlegen. EZB-Präsidentin Christine Lagarde lobte den Beschluss als einen "bahnbrechenden Moment" für Frankfurt.
Das ursprüngliche Campus-Projekt der Bundesbank, 2014 gestartet, hatte bereits 168 Millionen Euro für Vorarbeiten verschlungen, bevor es eingestellt wurde. Unklar bleibt jedoch, welche konkreten Maßnahmen bereits umgesetzt wurden. Der Kurswechsel spiegelt einen größeren Wandel in der Arbeitskultur wider: Durch Remote Work sinkt der Bedarf an großen, zentralisierten Büroflächen.
Der Umzug der Europäischen Schule in das ehemalige Bundesbank-Gebäude markiert einen Neuanfang für beide Institutionen. Die Stadt gewinnt eine prestigeträchtige Bildungseinrichtung, während die Bank ihre Präsenz verringert. Mit den anstehenden Sanierungen und der laufenden Wertermittlung wird der Übergang ein prägendes Stück Frankfurts Stadtbild verändern. Die nächsten Schritte der Bundesbank – die Suche nach einem kleineren, kostengünstigeren Standort – unterstreichen zudem ihre Anpassung an die modernen Realitäten von Finanzwelt und Arbeitsleben.
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